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Infos - Archiv - Archiv News 2009

Archiv News 2009

 

 

 

 



Mitteilungen über Partei-Aktivitäten 2009

Die Partei kämpft gegen Tierversuche mit anderen Tierschutz-Organisationen

Demonstration am 7. November gegen das Boehringer "Impfstoff-Zentrum" in Hannover

Um die Öffentlichkeit über das geplante Tierversuchslabor der Firma Boehringer zu informieren, in dem Schweine mit Erregern infiziert und nach einem kurzen, qualvollen Leben getötet, untersucht und als "kontaminiertes Versuchsmaterial" in Salzlauge aufgelöst werden sollen, organisierte Sabine Pankau, stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes Niedersachsen, zusammen mit anderen Tierschützern und Tierschutz-Organisationen diese Demonstration. (Weiter lesen...)

Hier ein Video von Mira Riediger über das geplante "Impfstoff-Zentrum" von Boehringer in Hannover...

Video ansehen:
www.youtube.de




Unsere Partei demonstriert in Mainz für die Abschaffung der Jagd

Bundesvorsitzender Stefan Bernhard Eck vor Ort

Am 7. November kamen in Mainz Tierschützer/innen und Jagdgegner/innen aus der gesamten Bundesrepublik zusammen - Mitglieder der "Initiative zur Abschaffung der Jagd", "pro iure animalis", Natur ohne Jagd e.V., Deutsche Tierschutz Union, PAKT e.V. und unserer Partei (Bundesvorsitzender Stefan Bernhard Eck, Ex-Bundesvorsitzender Jürgen Gerlach, Vorsitzender des Landesverbandes Thüringen Harald von Fehr, Rita Ridinger, Astrid Suchanek und Udo Dautermann), um gemeinsam gegen die Jagd und gegen die tierfeindliche Kirchentradition der Hubertusmessen zu protestieren. (Weiter lesen...)


Partei-Demo: "Aktion gegen die Jagd"

Vom 3. bis 6. Dezember fand in Hannover die Messe "Pferd und Jagd" statt, eine der größten "Jagd-Messen" in Europa. Aus diesem Anlass organisierte unsere Partei (Landesverband Niedersachsen) am 5. Dezember eine "Aktion gegen die Jagd" vor dem Haupteingang des Messegeländes.

Mitglieder der Partei Mensch Umwelt Tierschutz, u.a. Sabine Pankau, Sabine Geisler, Margret Giese, Martin Bothe, Malte Leideck und Marco Dehmel verteilten vor Ort über 400 Flugblätter. Transparente und Plakat-Aufsteller mit Informationen ergänzten unsere Ausführungen und Forderungen zur Abschaffung der Jagd. Wir wurden bei der Demonstration von Rudi Pohlenz und Marc Buchtmann vom Verein "Natur ohne Jagd" e.V. sowie von Pastor Arthur Wecker aus Hannover tatkräftig unterstützt, der die Jäger auf das fünfte Gebot "Du sollst nicht töten" ansprach.

Mit unserer Aktion machten wir wieder einmal deutlich, dass sich die Partei Mensch Umwelt Tierschutz ohne WENN und ABER - als einzige Partei in Deutschland - für die Abschaffung der Jagd ausspricht.

Flugblatt-Vorderseite zur Aktion gegen die Jagd zum downloaden und ausdrucken

Flugblatt-Rückseite zur Aktion gegen die Jagd zum downloaden und ausdrucken



Weitere Mitteilungen über Partei-Aktivitäten 2009

  • Bundesvorsitzender redet "Tacheles" bei Tier.TV am 04.03.2009
  • Bundesvorsitzender nimmt am Fachgespräch "Klimaschutz in der Landwirtschaft" am 14.01.2009 teil +++ Bundesvorsitzender zu Gast bei einer Veranstaltung von Bündnis90/Die Grünen: "Amtstierärtze " Ein tierschutzpolitisches Fachgespräch
  • Bundesvorsitzender nimmt als Redaktionsleiter der "ZeitenWende" an der Pressekonferenz am 15.01.2009 anlässlich der Eröffnung der "Grünen Woche" teil
  • Mitteilungen aus den LVs BaWü, Bayern, Berlin, Niedersachen u. NRW / 1. Quartal 09
  • Mitteilungen aus den LVs Hessen und Sachsen / 1. Quartal 09
  • Mittteilungen aus Sachsen-Anhalt u. Thüringen / 1. Quartal 09
  • Vorstandsarbeit - Treffen in Frankfurt am 22. und 23. November 2008



Ausgewählte Nachrichten aus dem In- und Ausland 2009

Dramatisches Artensterben

Der Abschied von der Biodiversität hat begonnen!

Laut Deutschlandfunk verschwinden täglich mehr als 100 Tier- und Pflanzenarten für immer von diesem Planeten.

Zwar haben sich fast alle Staaten der Erde in einem Abkommen verpflichtet, geeignete Maßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt zu ergreifen, aber die Realität sieht anders aus, denn das Artensterben schreitet ungebrochen voran.

Dafür gibt es zwei Gründe: Die bestehenden Schutzgebiete reichen nicht aus und werden nur unzureichend bewirtschaftet. Die Hauptursache für das Aussterben von vielen Tier- und Pflanzenarten liegt in der zunehmenden Zerstörung der Regenwälder und der Ozeane. Zusätzlich leidet die Biodiversität unter der globalen Naturflächenvernichtung durch Straßen- und Städtebau. Wissenschaftler gehen davon aus, dass in den nächsten Jahren schon etwa 20 Prozent aller Arten aussterben werden!

Günter Mitlacher vom WWF: "Die Plünderung der Meere, da sind wir ein ganz großer Verursacher. Da muss rangegangen werden. Wir brauchen eine neue europäische Fischereipolitik, beispielsweise, und national natürlich auch. Wir müssen in Europa und in Deutschland unsere Hausaufgaben machen. Wir müssen unsere nationale Strategie zur biologischen Vielfalt konsequent umsetzen. Wir brauchen mehr Naturwälder, mehr Schutzgebiete, die den Lebensraum erhalten. Das sind die Aufgaben auf den unterschiedlichen Ebenen."

Es ist ein Verbrechen der Menschheit an diesem Planeten, dass auf Grund ihres verantwortungslosen und auf Profitmaximierung ausgerichteten Handelns die Artenvielfalt, die durch die Evolution über Jahrmillionen entstanden ist, in so kurzer Zeit vernichtet wird.

(Quelle: Deutschlandfunk / 26.11.2009)


"Die Zeit" berichtet über Fleischkonsum, Klimaerwärmung und die Hintergründe des Schweigens der Politik zu diesem Thema

Über den Tellerrand hinaus...

Im belgischen Gent verzichten die Bürger einmal pro Woche auf Fleisch. Denn sie wissen: Fast ein Fünftel der Treibhausgasemissionen geht aufs Konto der Viehzucht.

Am Anfang war es nur die kurios anmutende Idee einiger belgischer Vegetarier. Dass schließlich die ganze Stadt mitziehen würde, ja dass diese weit über die Landesgrenzen hinaus Aufsehen erregen und Journalisten aus der ganzen Welt anziehen würde, ahnte kaum jemand. Und doch ist Gent nun plötzlich Vorbild für Klimaschützer rund um den Globus.

Selbst Tobias Leenaert ist von dem Erfolg etwas überrascht. Dabei hat der schmächtige junge Mann mit dem blassen Gesicht die ganze Sache überhaupt erst ins Rollen gebracht. Er war es schließlich, der auf die Idee kam, den Vorsitzenden des Weltklimarats (IPCC) und Friedensnobelpreisträger Rajendra Pachauri nach Gent einzuladen. "Ich habe ihn einfach gefragt, ob er kommt", sagt Leenaert bescheiden.

Als Pachauri zusagte, nutzte Leenaert seine Chance. Denn als radikaler Veganer und Vorsitzender des belgischen Vegetarierbundes verzichtet er schon seit Jahren auf Fleisch, auf Milch- und Eiprodukte. Dass "es viele gute Gründe gibt, sich vegetarisch zu ernähren", kann Leenaert im Schlaf herunterbeten. Dass nun auch noch der Klimawandel dazukommt, macht aus seiner persönlichen Überzeugung eine politische Botschaft.

Und Pachauri verhalf dieser Botschaft in Gent zum Durchbruch. Im Audimax der örtlichen Universität redete der Klimaforscher rund 600 Zuhörern eindringlich ins Gewissen. "Die Viehzucht verursacht nicht weniger als 18 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen", dozierte Pachauri und prangerte "die Fleischproduktion und die damit verbundene Landnutzung" als einen "der wichtigsten Faktoren für den Klimawandel und die globale Erwärmung" an. Den erschrockenen Genter Bürgern rechnete der Inder vor, dass schon ein einmaliger Fleischverzicht pro Woche zur Einsparung von 170 Kilogramm CO2 im Jahr führe. Wenn also alle 240.000 Einwohner der Stadt Gent sich einmal in der Woche vegetarisch ernährten, könnte man damit die Emissionen von 18.000 Autos wettmachen.

"Im Übermass: Die Vegetarierquote in Deutschland liegt im einstelligen Prozentbereich. Fleisch und Wurst gehören zum Speiseplan der allermeisten. Rund hundert Gramm am Tag essen deutsche Männer, Frauen etwa die Hälfte. In der EU stagniert der Konsum tierischer Proteine auf hohem Niveau – zumindest in den alten 15 Mitgliedsstaaten. Bei den neuen Mitgliedern steigt er noch. Und global ist die Verteilung der Fleischrationen noch sehr ungleich, isst ein Europäer durchschnittlich 90 Kilo Fleisch im Jahr, ein Inder nur fünf.

Auch Tom Balthazar saß bei diesem Vortrag im Publikum. Balthazar, ein breitschultriger, kräftiger Zweimetermann, war beeindruckt. "Zunächst habe ich die Idee der Vegetarier belächelt", gibt er zu, "doch diese Zahlen haben mich überzeugt." Als Leiter des Umweltdezernats verhalf Balthazar anschließend Leenaerts Vorschlag zum Durchbruch.

Nach längeren Diskussionen im Stadtrat hat Gent inzwischen als erste Stadt der Welt einen fleischfreien Wochentag eingeführt. Seit diesem Sommer heißt, dem Klima zuliebe, die Parole "Donderdag Veggiedag" – jeden Donnerstag ist das Hauptgericht in allen öffentlichen Kantinen und Schulmensen vegetarisch, an allen anderen Tagen gibt es zusätzlich vegetarische Alternativen. Ein Fall von Ökodiktatur? Eher von sanftem Druck.

Die Stadtverwaltung unterstützt die Kampagne offiziell mit Personal und Finanzen, etwa hundert Gastwirte beteiligen sich freiwillig. Wer partout ein Steak auf dem Teller möchte, findet in Gent natürlich auch donnerstags noch einen passenden Mittagstisch. Aber alle Bürger werden in entsprechenden Flyern freundlich eingeladen, doch mitzumachen beim Klimaschutz mit Messer und Gabel. An den Genter Schulen läuft ein begleitendes pädagogisches Programm, denn die Kommunalpolitiker wissen: Am besten kommt man an die Eltern über die Kinder heran. Und im Tourismusbüro liegen Stadtpläne aus, die all jene Lokale ausweisen, die sich am Veggiedag beteiligen.

Der vegetarische Donnerstag in Gent hat seither weltweit für Schlagzeilen gesorgt, Journalisten aus ganz Europa, Asien und den USA reisen in die flämische Provinz, Kommunen und Vegetarierverbände aus unterschiedlichsten Ländern haben angekündigt, dass sie dem Beispiel folgen wollen. Zwei weitere belgische Städte haben sich bereits angeschlossen, und seit Anfang Oktober gibt es auch in Brasiliens Zehnmillionenmetropole São Paulo einen fleischfreien Tag, hier heißt er segunda sem carne. Offenbar trifft die Idee im Umfeld der Kopenhagener Klimakonferenz weltweit einen Nerv.

Denn während sich die Weltbevölkerung seit Anfang der sechziger Jahre etwa verdoppelt hat, nahm der Verzehr von rotem Fleisch um den Faktor vier zu, der von Geflügel hat sich gar verzehnfacht. Heute leben mehr Nutztiere auf der Erde als je zuvor, Schätzungen sprechen von 60 Milliarden. Und die UN-Landwirtschaftsorganisation FAO erwartet, dass die jährliche globale Fleischproduktion sich bis 2050 noch einmal fast verdoppeln wird, auf 465 Millionen Tonnen. Das bleibt nicht ohne Folgen.

Berüchtigt ist etwa der Ausstoß des Treibhausgases Methan aus dem Verdauungstrakt von Rindern (Methan ist für den Treibhauseffekt über 20-mal so wirksam wie CO2). Auch bei der energieintensiven Düngerproduktion, dem Transport von Futter und Tieren und der späteren Verarbeitung und Kühlung des Fleischs werden große Mengen an Kohlendioxid frei. Außerdem werden zum Weiden der Tiere und für den Futteranbau riesige Flächen benötigt; wird dafür Regenwald gerodet, gehen wichtige Kohlenstoffsenken verloren. Gründe genug, um Fleischessern den Appetit zu verderben.

Am Donnerstag vergangener Woche, als die Genter gerade fleischlos zu Mittag aßen, wurde daher ihr Beispiel auch im 50 Kilometer entfernten Brüssel beschworen. Dort trat vor dem Europäischen Parlament wieder Rajendra Pachauri auf; allerdings hatte er sich diesmal prominente Unterstützung geholt – den bekennenden Vegetarier Paul McCartney, der selbst die Kampagne "Meat Free Monday" angestoßen hat. Der Ex-Beatle und der Klimaforscher hatten eine gemeinsame Botschaft: "Less meat, less heat" – weniger Fleisch, weniger globale Erwärmung.

Bei den Europaparlamentariern stießen die beiden Vegetarier-Apostel freilich nicht nur auf Wohlwollen. Angegriffen fühlten sich vor allem die Vertreter der Landwirtschaft. Einen Briten hielt es kaum auf seinem Sitz, als er gegen die angebliche Klimahysterie und die Verteufelung des Fleischkonsums wetterte. Schließlich lud er seine Kollegen und die prominenten Gäste noch zu einem gemeinsamen Barbecue auf der Place de Luxembourg ein, Motto: "All you need is meat!"

Der Streit in Brüssel zeigt, wie brisant die Fleischfrage ist. Schließlich gibt es kaum einen Lebensbereich, der privater, individueller und sinnlicher wäre als die Ernährung. Niemand will sich vorschreiben lassen, was und wie er zu essen hätte. Kein Wunder, dass die Ernährungsfrage als Klimafaktor weitgehend aus allen politischen Diskussionen ausgeklammert wird. Zwar weiß man auch im deutschen Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) vom "Einsparungspotenzial", das in der "Zusammensetzung des Speiseplans" steckt.

Und im letzten Klimareport des BMELV liest man, dass knapp ein Drittel der durch die Ernährung verursachten Emissionen sich durch "fleischreduzierte Kost" vermeiden lasse. Doch welcher Minister will sich mit einem solchen Appell schon die Finger verbrennen? In Berlin weiß jeder, wie es dem SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach erging, als er im Sommer wagte, vor den Risiken des Fleischgrillens zu warnen. Hohn und Spott wurde damals über Lauterbach ausgegossen, "Spaßbremse" war noch eine der freundlichen Titulierungen.

Die erste Initiative, das Genter Beispiel nach Deutschland zu holen, ist gerade dabei, zu scheitern. In Magdeburg wurde ein Antrag der kommunalen Fraktion aus SPD und Tierschutzpartei sowie den Grünen, einen vegetarischen Tag einzurichten, zunächst öffentlich von der Fleischerinnung kritisiert. Auch der Vorschlag der anderen Ratsfraktionen, stattdessen einen Tag der bewussten Ernährung zu etablieren, stößt auf wenig Begeisterung. Zwar steht der Beschluss noch aus, in zwei Ausschüssen des Rats wurde der Antrag jedoch schon abgelehnt. In Ernährungsfragen, heißt es dann auch im zuständigen Ministerium vorsichtig, könne "der Staat nur Empfehlungen aussprechen", die Gestaltung des eigenen Speiseplans "sollte in der Verantwortung jedes Einzelnen bleiben".

In anderen Ländern denkt man da schon einen Schritt weiter. In Schweden beispielsweise tragen seit diesem Herbst erste Lebensmittel spezielle Etiketten, die den jeweiligen CO2-Fußabdruck ausweisen. So können Konsumenten etwa sehen, dass ein Rinder-Burger mit Speck fast sechsmal so viel Kohlendioxidemissionen verursacht wie einer mit Geflügelfleisch. Auch die Europäische Kommission arbeitet an einer Methode zur Berechnung der Emissionslast von Lebensmitteln; sie soll im kommenden Jahr vorgestellt werden.

Und in den Niederlanden investiert das Landwirtschaftsministerium derzeit sechs Millionen Euro in die Erforschung von "nachhaltiger Proteinproduktion". Denn es reiche nicht, einfach nur an das schlechte Gewissen der Fleischesser zu appellieren, hat die Landwirtschaftsministerin Gerda Verburg erkannt: "Wenn der Konsument sich für nachhaltige Nahrung entscheiden will, dann muss auch ein entsprechendes Angebot vorhanden sein."

Deshalb werden in den Niederlanden eiweißreiche Alternativlebensmittel aus Pflanzen, Algen oder gar Insekten erforscht; Sozialwissenschaftler loten aus, wie viel Bevormundung dem Bürger an der Fleischtheke zugemutet werden kann; und an der Universität von Maastricht wird sogar an künstlichem Fleisch gearbeitet.

Das schlagendste Argument für den Verzicht auf Fleisch könnte allerdings aus der Medizin kommen. In der Zeitschrift The Lancet rechneten britische und australische Forscher kürzlich vor, wie sehr der gelegentliche Verzicht der Gesundheit zugutekommen würde. 30 Prozent weniger Fleisch könnte demnach die Zahl der in Großbritannien an Herz-Kreislauf-Erkrankungen Verstorbenen jährlich um 18.000 senken. In Gent wird man diese Studie mit Freude lesen.

(Quelle: www.zeit.de / 10.12.2009)

Mehr zum Thema: Durch Fleischverzicht das Klima retten: www.zeit.de


"Milch" Kuh Kampagne 2009 von Animals Angels

"Alle reden von der Milch - Wir reden von der Kuh"

Milch. Jeder trinkt sie. Sie ist überall - in den Läden, in den Gesprächen der Politiker und immer wieder auch auf den Äckern der Bauern. Milchseen, zu niedrige Milchpreise, Milchquote. Aber woher sie kommt - darüber redet niemand. Das muss sich ändern. ANIMALS' ANGELS redet von denen, die von der Milchindustrie ihr ganzes Leben lang ausgebeutet werden - von den "Milch"kühen. Immer wieder treffen wir sie - ausgezehrt, schwach und oft verletzt, in Ställen, in Sammelstellen, auf Transportern und im Schlachthof.

Weiter lesen: www.animals-angels.de

(Quelle: Newsletter Animals Angels / 18. November 2009)

Auszug aus dem bewegten Infobrief von Christa Blanke an Freunde und Förderer von Animals Angels vom 02.12.2009

Unser Fotoarchiv besteht aus Tausenden von Fotos. Viele Aufnahmen zeigen Kühe. Kühe auf Transportern. Kühe in Markthallen. Kühe in Schlachthäusern. Kühe auf Schiffen. Kühe im Hafen. Kühe in riesigen Milchproduktionsanlagen. Alte, abgemagerte Kühe. Junge, zum ersten Mal schwangere Kühe. Kühe in Spanien und Portugal. Kühe in USA und Canada. Kühe in Deutschland, Holland und Belgien. Kühe in Polen und Litauen. Kühe in Italien und Frankreich. Kühe in Brasilien. Kühe in Australien und im Libanon.

Diese Kühe sind alle tot. Ihre Haut ist verarbeitet. Ihr Fleisch wurde aufgegessen oder weggeworfen. Ihre Knochen sind längst zu Dünger zermahlen. Namenlose Großvieheinheiten, von denen nur die Ohrmarkennummer noch irgendwo registriert aufbewahrt wird. Namenlos transportiert. Namenlos ermordet. Namenlos verschwunden.

Wir haben diese Kühe mit den Augen der Liebe angesehen. Wir haben ihre Angst gespürt und ihre Not. Wir haben den Schmerz der Mütter mitgefühlt, denen man die Kinder weggenommen hat. Wir haben die Trauer der Freundinnen geteilt, die unbarmherzig getrennt in LKWs verladen wurden. Wir haben sie vor Hunger und Durst brüllen hören. Einigen haben wir Namen gegeben. Aber nicht allen. Wenn Hektik, Stress und Arbeit zuviel waren, dann sind uns keine Namen eingefallen....

(Wir bedanken uns herzlich bei Animals Angels einen Auszug des Briefes nach telefonischer Absprache publizieren zu dürfen. / 04.12.2009)

Gründerin und Geschäftsführerin Christa Blanke von Animals Angels zu Gast in der Talksendung "Eins zu Eins. Der Talk" auf Bayern 2

In der einstündigen Sendung berichtet sie von ihrem Engagement für die Rechte der Tiere und erläutert ihren Blick auf das Zusammenleben von Mensch und Tier.

Christa Blanke: Das Gespräch zum Hören: www.br-online.de

(Quelle: Newsletter Animals Angels / 26. November 2009)


Video auf 3sat: Intelligenzbestien

Blöde Ziege, dumme Gans, doofe Kuh! Müssen wir unser Verständnis von Tieren überdenken?

Zum Video: www.3sat.de

(Quelle: 3sat/mediathek / 23. November 2009)


Wissenschaftler gegen Fleisch

Einer der renommiertesten Bio-Wissenschaftler der Welt wird eine 18-monatige Auszeit von seiner regulären Arbeit nehmen, um sich der seiner Meinung nach wichtigsten Herausforderung der heutigen Zeit zu stellen: Die globale Fleischproduktion zu beenden, oder zumindest drastisch zu reduzieren.

Weitere Informationen: www.albert-schweitzer-stiftung.de

(Quelle: Albert Schweitzer Stiftung / 20. November 2009)


"Im Einsatz für Haie"

Der engagierte Schauspieler Hannes Jaenicke setzt sich mit einer schockierenden Dokumentation, die am 03.11.09 im ZDF ausgestrahlt wurde, für diese vom Aussterben bedrohte Tierart ein.

Haie werden gnadenlos und brutal vom Menschen gejagt und abgeschlachtet, vor allem wegen ihrer Flossen, die im asiatischen Raum als Delikatesse gelten. Dabei werden den hochsensiblen Tieren bei lebendigem Leib die Flossen abgeschnitten und ihre verstümmelten und blutenden Körper zurück ins Meer geworfen.

Filmaufnahmen, die unter die Haut gehen und die tief betroffen machen.

Viele Haiarten sind mittlerweile vom Aussterben bedroht, das Ökosystem Meer ist in großer Gefahr. Jede Sekunde werden weltweit sechs Haie durch Menschenhand getötet, im Jahr rund 200 Millionen.

Auch in die EU werden Haie in großer Anzahl importiert. Deutschland ist einer der Hauptimporteure in Europa für Haifischfleisch, denn auch bei uns kommt Hai unter falscher und beschönigender Bezeichnung wie "Kalbsfisch", "Karbonadenfisch", "See-Aal", "See-Stör" oder "Schillerlocken" in den Handel.

Was dem Verbraucher verschwiegen wird: Haifleisch ist hochgradig mit dem gefährlichen Gift Methylquecksilber kontaminiert. Das hat das Toxikologische Institut der Universität Kiel jetzt herausgefunden. Die Botschaft des Filmes ist einfach: Der Verbraucher hat die Macht!

Wir appellieren an die politisch Verantwortlichen umgehend zu handeln! Verbraucherschutz und Tierschutz dürfen nicht weiterhin so mit Füßen getreten werden.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz wird im Rahmen Ihres geplanten Projektes "EMOTION FOR THE OCEAN" die skandalöse Haltung der deutschen Regierung zur Profit getriebenen Vernichtung dieser vom Aussterben bedrohten Meerestiere mit geeigneten Mitteln in die Öffentlichkeit bringen.

Alle Infos zur Sendung und zum Film selbst: www.hannesjaenicke.zdf.de

Bildmaterial: "copyright iStockphoto.com/richcarey"


Unbedingt ansehen!

Tränen und Standing Ovation in Hamburg bei der Film-Premiere "Die Bucht"

Zur Handling: In dem kleinen Ort Taiji in Japan findet hinter Plastikplanen zum Schutz vor Öffentlichkeit das weltweit größte Gemetzel an Delfinen statt. In die Enge einer kleinen Bucht getrieben, werden sie mit Messern und Lanzen abgeschlachtet. Von September bis März töten die japanischen Küstenfischer jedes Jahr über 20.000 Delfine und Kleinwale. Die stärksten und schönsten Meeressäuger werden für Stückpreise bis zu 150.000 US-Dollar an Delfinarien verkauft, um den Rest ihres Lebens in kleinen Betonbecken zu vegetieren.

Der oscarverdächtige Dokumentarfilm läuft ab 22. Oktober 2009 in den deutschen Kinos an. Er erregte in den USA, Kanada und Australien erhebliches Aufsehen und erzielte bisher 13 Filmpreise. Die Kinobesucher/innen waren bei der Premiere in Hamburg von den blutigen Filmszenen, die verdeckt gedreht werden mussten, schockiert und zu Tränen gerührt. Am Ende des Filmes erhielt Ric O’Barry, in den sechziger Jahren Delfintrainer der Fernsehserie "Flipper", mit seinem Team von den Kinobesuchern minutenlange Standing Ovation.

Als der Filmemacher Louie Psihoyos vor zwei Jahren von dem Delfindrama erfuhr, stand für ihn fest, das blutige Massaker an den sensiblen Meeressäugern der ganzen Welt zugänglich zu machen. Mit Unterwasserkameras, Filmdrohnen, einem Kamerazeppelin, Mikrofonen und Kameras in Steinattrappen versteckt, gelang es, den brutalen und blutigen Delfinfang vor der japanischen Küste zu dokumentieren.

In Deutschland hat O’Barry vor zwei Jahren mit dem Wal- und Delfinschützer Jürgen Ortmüller das "Wal- und Delfinschutz-Forum" in Hagen-Hohenlimburg gegründet, das inzwischen mit der Organisation "ProWal" von Andreas Morlok und dem Biologen Norbert Kochhan eng zusammen arbeitet.

CDU/CSU, SPD und FDP lehnen weiterhin - trotz massiver Proteste - ein generelles Importverbot von lebenden Delfinen nach Deutschland kategorisch ab!

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz steht auf der Seite der Delfine und der o.g. Organisationen und fordert seit langem ein ausnahmsloses Importverbot für alle Meeressäuger nach Deutschland.


Höchste Zeit zum Handeln…

Die Tierschutzpolitik in Deutschland verdient nicht den Namen Tierschutz!

In diesem Monat (Oktober 2009) wurde vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die Tierversuchsstatistik für 2008 vorgelegt. Daraus geht hervor, dass im Jahr 2008 die Tierversuchszahlen kontinuierlich angestiegen sind. Es wurden im Namen der Wissenschaft 2.692.890 Millionen Tiere verbraucht. Das sind 3,2 % mehr als im Vorjahr. Erinnert man sich hoffnungsvoll zurück, war es doch Deutschland , welches im Jahr 2002 als erstes Land in der EU den Tierschutz ins Grundgesetz aufgenommen hat. Tierschutz wurde somit zum Staatsziel erhoben. Sieht man sich aber die steigenden Tierversuchszahlen an – im Jahr 1996 waren es laut Statistik 1,5 Millionen Tiere, dann wurde bis heute das Staatsziel Tierschutz auf diesem Gebiet völlig außer acht gelassen. Und was soll man schon von einer Regierung halten, die sich nicht an ihre eigenen Gesetze und Ziele hält?

Weitere Informationen: www.bmelv.de

Ein weiterer Skandal ist, dass die umstrittenen Versuche an Affen an der Universität Bremen nach einer gerichtlichen Entscheidung vorläufig weitergehen können. Als Grund teilte das Bremer Verwaltungsgericht mit, dass eine Unterbrechung der Affenversuche zu einem "irreparablen Schaden" der Grundlagenforschung führen würde. Dieser Vorgang stößt bundesweit auf Interesse, weil es die Frage aufwirft, welches Recht Vorrang hat: das Recht auf Forschungsfreiheit oder der im Grundgesetz als Staatsziel verankerte Tierschutz?

(Foto-Quelle: Ärzte gegen Tierversuche e.V.)



Weitere ausgewählte Nachrichten aus dem In- und Ausland 2009

  • Deutschlands größte Volksfeste erzeugten über 6.000 Tonnen CO2 +++ Bundesamt für Naturschutz legt neue Rote Liste vor +++ "Earthlings" +++ Pressemitteilung von Bündnis90/Die Grünen / Oktober 2009
  • Hoher Fleischverbrauch / Oktober 2009
  • Pressemitteilung von Bündnis 90/Die Grünen +++ U-18-Wahl: Tierschutzpartei zieht in den Bundestag ein / September 2009
  • Eisbären: Tierschutz und Artenschutz +++ Neuberechnung für REACH / August / September 2009
  • Gentechnik in Leinsamen +++ Schön gefärbte Endlagerung +++ Anzeige wegen Volksverhetzung / September 2009
  • Proteste gegen Lebendexport von Rindern nach Libyen / April 2009
  • Amtlich gedeckte Tierquälerei im Schatten der Wohlstandsgesellschaft / Juli 2009
  • Offizieller fleischfreier Wochentag in Belgien +++ Erschreckende Zahlen / Mai 2009
  • Thunfisch stirbt im Mittelmeer bis 2012 aus / April 2009
  • "Wendehals-Politik" am Beispiel des Genmais-Verbotes / April 2009
  • Bröckelnde Alpen +++ Arsen in Asse / April 2009
  • Elfenbeinschmuggel +++ Wald im Stress / April 2009
  • Klimaforscher: Meeresspiegel steigt schneller als bislang angenommen / Februar 2009


Archiv

Foto 1: Margret Giese und Marita Adler, Foto 2 und 3: Harald Hoos / pro iure animalis, Foto 4: Sabine Pankau, Foto 5: H.P. Jansen, Grafik 6: Harry Harper, Foto 7: Animals Angels, Foto 8: "copyright iStockphoto.com/richcarey", Foto 9: Ärzte gegen Tierversuche e.V.

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