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Stierkampf
Eine Schande für Europa
Jedes Jahr werden über 40.000 Stiere in Spaniens Kampfarenen gequält und abgeschlachtet. Die meisten deutschen Bundesbürgerinnen und Bundesbürger, die sich einen Stierkampf während ihres Spanienurlaubes ansehen, sind entsetzt über dieses grausame Spektakel. Laut einer Gallup - Studie im Oktober 2006 haben sogar 72 Prozent der Spanier kein Interesse an Stierkämpfen.
Der Stier hat zu 99,9 Prozent keine Chance, die Arena lebend zu verlassen!
Was sich hinter den Kulissen - vor dem eigentlichen "Kampf" - abspielt, wissen nur Insider. Die Stiere werden durch auf ihren Rücken geschnallte Sandsäcke gezielt geschwächt, oder sie werden mit Medikamenten regelrecht betäubt. (Laut einer Untersuchung von spanischen Wissenschaftlern der Salamanca Universität wurden etwa 20 Prozent aller Kampfstiere vor dem Mordsspektakel Medikamente verabreicht.) Die Hörner der Stiere werden um einige Zentimeter gekürzt, was zu einer Koordinationsbeeinträchtigung führt. Ihre Nackenmuskulatur wird angeschnitten, um die Kopfbewegungen zu verringern. Abführmittel kommen zum Einsatz, die Hoden werden mit angespitzten Fahrradspeichen perforiert und Petroleum oder Vaselinsalbe wird in die Augen der Stiere gerieben, um die Sehfähigkeit einzuschränken.
In einem typischen Stierkampf kommen zuerst die Pikadore auf Pferden zum Einsatz. Sie bohren Lanzen in die Nackenmuskeln und Rücken des Stieres. Dabei drehen die Pikadore die scharfkantigen Spitzen in der Wunde, damit der Stier größere Mengen an Blut verliert. Als zweiter Akt des Dramas werden dem Stier durch die Banderilleros Speerspitzen mit Widerhaken in den Nacken gestoßen. Wenn der letzte Akte beginnt, ist der Stier durch den Blutverlust schon sehr geschwächt. Der Torero versucht - mit einem Schwertstich ins Rückenmark - dem Stier den Todesstoß zu versetzen. Wenn dies misslingt, geht das Verstümmeln weiter. Häufig wird das Rückenmark des Tieres jedoch nicht vollständig durchtrennt und der Stier bei Bewusstsein, aber paralysiert von Schmerzen und Erschöpfung, angekettet, an seinen Hörnern aus der Arena gezogen. Schließlich werden Ohren und Schwanz abgeschnitten und den Zuschauern stolz präsentiert.
Neben den Stieren sind auch Pferde die Opfer dieser perversen Volksbelustigung. Jedes Jahr sterben weltweit rund 200 Pferde bei Stierkämpfen.
Der Stierkampf ist eine der grausamsten Tierquälereien. Die spanische Regierung verteidigt dieses abartige Spektakel als "traditionelles Kulturgut". Dieses Land verstößt damit gegen das ethische Empfinden der meisten EU-Bürger und hat in der Europäischen Union – so lange es Stierkampf zulässt – eigentlich nichts verloren.
Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz fordert auf EU-Ebene ein Gesetz, um diese legalisierte Tierquälerei zu beenden.
Boykottieren Sie gezielt spanische Produkte und fahren Sie nicht in Ihrem Urlaub nach Spanien bis diese Tierquälerei abgeschafft wurde!
Fotos: Copyright Jerome Lescure / Wir danken PETA Deutschland e.V. für die Unterstützung bei unserer Suche nach geeignetem Fotomaterial.














