Beisitzer im LaVo Rheinland-Pfalz
Mein erster Tag beginnt im Herbst 1960 in Köln. Es war ein schöner Septembermorgen, der Kölner Dom stach seine Doppelspitzen in den blauen Himmel und versuchte die emporsteigende Sonne zu pieksen, der majestätische Rhein schillerte silbern in seinem Bett, an den Ufern, in den dunklen Wäldern und auf wilden Wiesenflächen – die es damals noch reichlich gab – flogen zahllose Vögel, flirrten Insekten im Licht, spielten Füchse, hüpften Hasen, gruben Maulwürfe…
Ich bin in Köln, Hamburg, Remscheid und Burscheid aufgewachsen. Mein Abi machte ich am Landrat-Lucas-Gymnasium in Leverkusen. Bedingt durch einen schweren
Motorradunfall wurde ich bei der Bundeswehr zurückgestellt. Das gab mir Zeit und
Gelegenheit, etwas Geld zu verdienen und mit Interrail Europa und seine Menschen
kennenzulernen. Eine tolle Erfahrung Anfang der Achtziger, einer Zeit, in der so vieles
möglich schien.
Anschließend wurde ich als tauglich gemustert und trat 1982 meinen Dienst bei der BW an. Ich war zwei Jahre dabei und landete in Kiel. Bis zur Wiedervereinigung war ich Nato-Mobilmachungsreservist und leitete den militärisch-zivilen Verwundetentransport desBündnisses in Nordeuropa.
An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel studierte ich Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Germanistik und Entwicklungspsychologie. Mein Promotionsvorhaben wurde angenommen, aber aufgrund diverser Umstände konnte ich es nicht beenden.
Anfang der 90er zog ich mit meiner damaligen Frau und meiner Labbiehündin nach Berlin, wo ich bis Ende 1999 blieb. Ich war in diesen knapp zehn Jahren als verantwortlicher Redakteur einer Stadtteilzeitung tätig, als Freelancer arbeitete ich u.a. als Texter, Konzepter, PRler und Fotograf sowie im Berliner Wahlkampf als Berater. Die letzten drei Jahre in Berlin arbeitete ich als Inspektor/Bezirksleiter im Finanz- und Versicherungswesen. Davon hatte ich schließlich genug und ich ging zurück ins Bergische Land.
In Solingen absolvierte ich bei einem befreundeten IT-Systemhaus eine Ausbildung zum Fachinformatiker Systemintegration. Nach einer ebenso kurzen wie unerfreulichen Etappe als Consultant bei Bechtle, zog ich zu meiner zweiten Frau nach Fachbach an der Lahn.
Bis 2016 war ich selbständiger IT-Berater, als mich ein Herzinfarkt wie aus heiterem Himmel traf. Hinzu kamen Burnout und Depressionen, was mich dazu brachte, meine Lebensziele zu überdenken und erneut zu definieren. Ich arbeite seitdem in einem Minijob in einem Seniorenwohnheim und fühle mich sauwohl dabei.
Jetzt bin ich in der Tierschutzpartei gelandet und freue mich, ein politisches Zuhause gefunden zu haben. Ich habe vor, meine kommunikativ-strategischen Fähigkeiten für unseren Landesverband einzusetzen, an stärkeren Vernetzungen in Koblenz und im Rhein-Lahn-Kreis zu arbeiten sowie den Landesverband bei Wahlen zu beraten.
Meine Frau und ich sind seit über dreissig Jahren aktive Tierschützer. Wir schenken Tierschutzhunden ein neues Zuhause und kümmern uns gewaltfrei und liebevoll um unsere Schützlinge. Hinzu kommen Spenden und Support für diverse Natur- und Tierschutzorganisationen. Ich sehe die starke moralisch-ethische Notwendigkeit, alles zum tun, um Leben und Lebensräume aller Lebewesen zu schützen und deren Lebensbedingungen zu verbessern. Ich bin überzeugter Demokrat und halte Grundrechtem für Tiere und das Wahlrecht ab 16 für unabdingbar, damit der dringend nötige Wandel Fuß fassen kann, der von allen anderen Parteiungen, den Lobbyisten und der milliardenschweren ausbeuterischen Tier- und Verwertungsindustrie mit nahezu allenm Mitteln bekämpft wird.
Ich will mich an dieser Stelle noch ausdrücklich für die Unterstützung von Barbara Schwarz, 2.te Vorsitzende im LaVo, bedanken. Dank ihrer offenen, kompetenten und herzlichen Persönlichkeit habe ich den Schritt hierher in den Landesverband unternommen. Barbara hat mir dabei auch einiges klargemacht und mich davon überzeugt, vom Vegetarier zum Veganer zu werden. Herzlichen Dank, Barbara!