Berlins Mufflons sollen vollständig getötet werden – Protestiere jetzt!

Die Berliner Forsten planen im Rahmen der „Waldvision 2065″, die gesamte Mufflon-Population im Düppeler Forst zu töten. Wir fordern einen sofortigen Stopp dieser Pläne und die Prüfung tiergerechter Alternativen. Schreib jetzt eine Protest-Mail! 


Was ist passiert?

Im März 2026 präsentierten die Berliner Forsten gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt ihren neuen Waldentwicklungsplan, die sogenannte „Waldvision 2065″. Das Ziel: Berlins Wälder klimaresilienter und artenreicher machen. Grundsätzlich unterstützen wir dieses Vorhaben. Doch der Plan sieht auch vor, die Jagd in Berliner Wäldern massiv auszuweiten.

Die gesamte Mufflon-Population im Düppeler Forst soll vollständig ausgelöscht werden. Begründet wird dies damit, dass Mufflons als „faunafremde“ bzw. sogenannte „invasive“ Art gelten, die den natürlichen Waldumbau behindere.

Was sind Mufflons?

Mufflons sind wildlebende Schafe, ursprünglich auf Korsika und Sardinien heimisch. In Deutschland wurden sie im 19. Jahrhundert als Jagdwild ausgesetzt und leben seitdem in verschiedenen Wäldern, auch bei uns im Düppeler Forst. Sie sind keine aggressiven Eindringlinge, sondern Tiere, die seit Generationen Teil dieses Ökosystems sind.

Der Widerspruch der Jagd

Während Brandenburg die Mufflons aufgrund der deutschlandweit dramatisch sinkenden Bestände seit April 2026 unter ganzjährigen Schutz gestellt hat, plant Berlin die vollständige Auslöschung der lokalen Population. Nicht-tödliche Methoden wie Umsiedlung, Geburtenregulierung oder mechanische Schutzmaßnahme für junge Bäume werden bislang nicht ernsthaft in Betracht gezogen.

Das ist keine Naturschutzmaßnahme. Das ist Tiervernichtung aus Bequemlichkeit.

Was wir fordern

  • Sofortiger Stopp des Abschussplans
  • Ernsthafte Prüfung nicht-tödlicher Methoden wie Kontrazeption, Umsiedlung oder bessere Schutzmaßnahmen für junge Bäume
  • Einbezug von Tierschutzexpert:innen in die Waldplanung

Jetzt handeln: Schreib eine Protest-Mail

Schicke eine Protest-Mail direkt an Senatorin Ute Bonde (Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt) und Felix Weisbrich (Berliner Forsten). Du kannst entweder:

  • Den Link unten anklicken: Dein E-Mail-Programm öffnet sich mit vorausgefülltem Text, den du einfach abschicken kannst
  • Oder den Text unten kopieren und selbst in dein E-Mail-Programm einfügen

Du kannst den Text natürlich auch nach deinen Wünschen anpassen und personalisieren. Je mehr individuelle Mails ankommen, desto größer die Wirkung.

 

✉ Jetzt Protest-Mail schreiben

 


Vorlage zum Kopieren

An: post@senmvku.berlin.de, felix.weisbrich@forsten.berlin.de
Betreff: Stopp des Abschussplans für Mufflons im Düppeler Forst

Sehr geehrte Frau Senatorin Bonde,
sehr geehrter Herr Weisbrich,

ich wende mich mit großer Sorge an Sie bezüglich der in der „Waldvision 2065″ vorgesehenen vollständigen Auslöschung der Mufflon-Population im Düppeler Forst.

Ich verstehe und unterstütze das Anliegen, Berlins Wälder klimaresilient und artenreich zu gestalten. Doch der geplante Totalabschuss einer gesamten Tierpopulation ist keine Naturschutzmaßnahme, er ist ein Akt der Tiervernichtung, der keinerlei ethische Rechtfertigung hat, wenn nicht-tödliche Methoden nicht ernsthaft geprüft wurden.

Es ist kaum zu fassen: Während Brandenburg die Mufflons seit April 2026 unter ganzjährigen Schutz stellt, weil die Bestände deutschlandweit dramatisch schwinden, plant Berlin die vollständige Auslöschung der lokalen Population. Dieser Widerspruch ist nicht erklärbar.

Ich fordere Sie daher auf:
– Den Abschussplan sofort auszusetzen
– Nicht-tödliche Methoden wie Kontrazeption, Umsiedlung oder bessere Schutzmaßnahmen für junge Bäume ernsthaft zu prüfen
– Tierschutzexpert:innen in die weitere Planung einzubinden

Tiere sind keine Hindernisse für Waldumbau. Sie sind Teil des Ökosystems und verdienen Schutz. Auch dann, wenn ihr Ursprung nicht in Berlin liegt.

Mit freundlichen Grüßen