Dr. Giselle Camargos
Landesvorsitzende
Über mich:
Hey! Ich bin Dr. Giselle Camargos – Juristin, Mediatorin, Dozentin, Speaker sowie Coach für Inklusion, Resilienz und Lebensfreude. Zudem arbeite ich als Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation nach Dr. Marshall Rosenberg.
Mein Engagement ist eng mit meiner eigenen Lebensgeschichte verbunden: Als Frau mit hochgradiger Sehbeeinträchtigung seit meiner Kindheit, alleinerziehende Mutter und mit Migrationshintergrund habe ich selbst erfahren, was es bedeutet, mit strukturellen Hürden konfrontiert zu sein – und Wege zu finden, sie zu überwinden. Diese Erfahrungen prägen meine Haltung und mein politisches Handeln.
Geboren und aufgewachsen in Brasilien hat mich schon früh bewegt, wie stark Ungleichheit das Leben von Menschen prägen kann. Ich konnte nie verstehen, warum Kinder auf der Straße leben müssen, während andere in Sicherheit aufwachsen. Ebenso wenig konnte ich akzeptieren, wie Tiere ausgebeutet oder Natur ohne Rücksicht zerstört wird. Auch Diskriminierung, sei es aufgrund von Herkunft, Hautfarbe oder sexueller Orientierung, war für mich von Anfang an nicht nachvollziehbar.
Diese Fragen haben mich früh in soziale Projekte geführt. Bereits als Jugendliche engagierte ich mich in der Arbeit mit Kindern aus einer Favela meiner Heimatstadt. Während meines Studiums habe ich dieses Engagement weiter vertieft, an sozialen Projekten teilgenommen, wissenschaftlich reflektiert und mich auch im Bereich Verbraucherrecht als Mediatorin eingesetzt.
In den Werten der Tierschutzpartei habe ich mich in besonderer Weise wiedergefunden. Sie verbinden genau das, was mir wichtig ist: den Einsatz für Menschenrechte, Umwelt-/Klimaschutz und Tierschutz. Für mich ist dieses Engagement nicht nur eine politische Entscheidung, sondern ein Ausdruck meiner inneren Überzeugung, dass gemeinsames Handeln notwendig ist, um eine gerechtere und lebenswertere Welt zu gestalten.
Ein besonderes Anliegen ist mir die Entfaltung des Potenzials jedes einzelnen Menschen – insbesondere von Kindern, Jugendlichen und Menschen mit Beeinträchtigung. Ich bin überzeugt, dass echter Fortschritt nicht durch Wettbewerb entsteht, sondern dann, wenn Menschen ihre individuellen Stärken entwickeln und gleichzeitig achtsam und respektvoll mit den Unterschieden anderer umgehen.
In meiner Arbeit, unter anderem als Leiterin von inklusiven Trommelkursen, erlebe ich immer wieder, welches Potenzial in Menschen steckt, die in unserer Gesellschaft oft unterschätzt werden. Ich sehe nicht die Einschränkungen, sondern die Stärken. Und ich erlebe, wie viel möglich wird, wenn Menschen Raum bekommen, sich zu entfalten.
Ich setze mich für eine Gesellschaft ein, in der Menschenrechte, Umweltschutz und Tierschutz zusammen gedacht und gestärkt werden. Dabei ist es mir ein zentrales Anliegen, Brücken zwischen unterschiedlichen Lebensrealitäten zu bauen und Räume für echte Teilhabe zu schaffen.
Vielfalt ist für mich kein Hinderniss, sondern eine Stärke. Sie eröffnet neue Perspektiven und ist die Grundlage für ein respektvolles, mitfühlendes und nachhaltiges Zusammenleben.