Gemeinsame Presseerklärung des Europaabgeordneten Sebastian Everding (Tierschutzpartei Dortmund) und der Ratsfraktion Die Linke & Tierschutzpartei – Dortmund, 19.11. 2025
Mit großem Kopfschütteln hat der Dortmunder Europageordnete Sebastian Everding den „ausdrücklichen Wunsch“ des neuen Oberbürgermeisters Alexander Kalouti (CDU) nach einer offiziellen Böllerei vom Rathausdach auf der Silvesterparty wahrgenommen:
„Wenn der Bürgermeister ein zentrales Feuerwerk will, sollte er konsequent die private Böllerei verbieten. Ich kann diese Entscheidung nur dann nachvollziehen, wenn er die hochgiftige Feinstaubbelastung und den brutalen Lärm im Rest der Stadt an Silvester eindämmt. Dass jeder Mensch in Dortmund ein Feuerwerk will, wie er behauptet, ist schlicht falsch. So zeigt der OB nur, dass er keine Nachrichten liest und offenbar mit den wenigsten Menschen in Dortmund spricht.“
„Hätte er vorher auch nur mit einem Herrchen oder Frauchen von Dortmunder Haustieren gesprochen oder mit Menschen, die sich in unserer Stadt für den Wildtierschutz einsetzen oder im Rettungsdienst tätig sind, hätte er diese Aussage bestimmt nicht gemacht“, ergänzt Helmut Pruß, Ratsmitglied und stellvertretender Vorsitzender der neuen Fraktion „Die Linke & Tierschutzpartei“.
Die Unterstützung wächst, um die riskanten und wirtschaftlich negativen Silvesterfeuerwerke einzuschränken. Eine große Mehrheit der Bundesbürger*innen ist laut Umfragen mittlerweile gegen die gefährliche Silvester-Böllerei. Auch immer mehr große Organisationen – von Berliner Gewerkschaft der Polizei über die Bundesärztekammer bis zum Deutschen Tierschutzbund – fordern ein Ende des privaten Feuerwerks. Europaweit ist dieses in vielen Regionen seit langem stark eingeschränkt, die Niederlande, die Region Brüssel und die Stadt Luxemburg haben ein vollständiges privates Böllerverbot durchgesetzt.
Europaabgeordneter Everding der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) legt dem Oberbürgermeister abschließend ans Herz: „Schauen Sie einmal über Ihren Tellerrand nach Brüssel oder Amsterdam. Dort sehen Sie, wie moderne Stadtpolitik zu diesem Thema gemacht wird.“ Everding plant in Kürze, die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in NRW mit einem Schreiben um Ihre Hilfe zu bitten, um Verletzungen, Schäden, Risiken und damit Kosten für Menschen, Tiere und Natur rund um den Jahreswechsel zu verringern.
