Hexenfeuer ja – Scheiterhaufen nein

Pressemitteilung LV Sachsen / 08.04.2019

Bald lodern sie wieder überall – die Osterfeuer oder die hier bekannten Hexenfeuer am 30.04.2019. So schön sie auch sind, bergen sie Gefahren für die Natur.

Viele Kleintiere, z.B. Hase, Spitzmaus, Vogel, Igel etc. nutzen die entstehenden Reisighaufen als Unterschlupf. In Ermangelung von Hecken, die durch das Einwirken des Menschen auf die Landschaft weniger vorhanden sind, nutzen etliche Singvogelarten diese Gelegenheit.

Wer diese erst wenige Tage zuvor aufschichtet, bietet den Tieren kaum Gelegenheit, sich häuslich darin einzurichten. Haufen, die längere Zeit bereits liegen, müssen gemäß behördlicher Auflagen vor dem Anzünden umgeschichtet werden. Nester dürfen nicht zerstört werden, die entsprechenden Teile des Holzhaufens müssen gesichert und an einen geschützten Platz gebracht werden.

Bitte denken Sie nicht nur an das größte und schönste Hexenfeuer, sondern an das sicherste für Mensch, Umwelt und Tier.

Tierschutzpartei, Landesverband Sachsen
Alice Bretschneider / Vorstand