Hochzeitstauben – romantische Illusion mit tödlichen Folgen

Weiße Tauben steigen in den Himmel, Applaus, glückliche Gesichter – ein vermeintlich magischer Moment auf Hochzeiten. Doch was viele nicht wissen:

Für die Tiere beginnt nach diesem Augenblick oft ein Kampf ums Überleben.

Sogenannte „Hochzeitstauben“ sind keine Wildtiere. Es handelt sich meist um gezüchtete Brieftauben oder Ziertauben, die nur unter bestimmten Bedingungen überleben können. Werden sie an fremden Orten freigelassen, verlieren viele die Orientierung – insbesondere dann, wenn sie nicht ausreichend trainiert wurden oder aus schlechter Haltung stammen.

Die Folgen sind dramatisch:

  • viele Tauben finden nicht mehr zurück zu ihrem Schlag
  • sie verhungern oder verdursten qualvoll
  • geschwächt schließen sie sich Stadttauben an – ohne Überlebensstrategie
  • ihre weiße Farbe macht sie zur leichten Beute für Greifvögel
  • verletzte Tiere bleiben sich selbst überlassen

Hinzu kommt: Der Transport, das Einsperren in kleine Käfige und das plötzliche Freilassen bedeuten enormen Stress für die sensiblen Tiere. Immer wieder kommt es auch vor, dass geschwächte oder kranke Tauben eingesetzt werden – ein klarer Verstoß gegen den Tierschutz.

Besonders perfide: Diese Praxis ist legal, obwohl sie nachweislich mit großem Tierleid verbunden ist. Eine wirksame Kontrolle findet kaum statt.

Für uns als Tierschutzpartei ist klar: Romantik darf niemals auf Kosten von Leben gehen.

Unsere Forderungen:

  • Verbot von Hochzeitstauben und ähnlichen Tierfreilassungen zu Unterhaltungszwecken
  • konsequente Durchsetzung bestehender Tierschutzgesetze
  • Aufklärung von Paaren, Veranstaltern und Standesämtern
  • Förderung tierfreundlicher Alternativen (z. B. Seifenblasen, Blumen, symbolische Rituale)

Liebe zeigt sich in Verantwortung – nicht in Traditionen, die Leid verursachen.

Setzt ein Zeichen für Mitgefühl!

Sagt Nein zu Hochzeitstauben!