Illegalen Welpenhandel stoppen

Nicht nur mit Rauschgift, Waffenschmuggel und Menschenhandel verdienen mafiöse Clans Unsummen, auch die illegale Zucht und der Verkauf von Hunden sind ein lukratives Geschäft. In Osteuropa werden unter schrecklichen Bedingungen Muttertiere in „Vermehrer-Stationen“ gehalten, um am laufenden Band Nachwuchs zu produzieren.

Um möglichst schnell Kasse machen zu können, werden die kleinen Welpen viel zu früh von ihrer Mutter getrennt. Bei Razzien aufgefundenen Hundewelpen waren teils unter vier Wochen alt. In den Wochen nach ihrer Geburt müssen die Hunde-Babys eine regelrechte Tortur über sich ergehen lassen. Über hunderte Kilometer werden sie im Kofferraum nach Deutschland gekarrt, wo man die traumatisierten Tiere mit gefälschten Dokumenten ausstattet.

Gesundheitszeugnis, Impfungen oder Kennzeichnungen gibt es nicht. Da es der Welpen-Mafia nur ums Geld geht, sind die Tiere oft von Parasiten befallen oder tragen sogar tödliche Infektionskrankheiten. Sie werden von den Kriminellen dann einfach an Tierheime abgegeben. Tote Hunde-Babys landen gleich in der Mülltonne.

Alleine in Berlin werden pro Woche etwa 250 Hundewelpen aus dem illegalen Handel verkauft. Die Schnäppchenpreise fangen bei 200 Euro an. Bisher sind den Behörden die Hände gebunden: mehr als ein Bußgeld ist nicht drin. Im äußersten Fall kann ein Händler wegen gewerbsmäßigen Betruges angeklagt werden.

„Der Gesetzgeber ist hier gefragt, wir brauchen harte Strafen für Tierquälerei – nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa!“, fordert Martin Buschmann, EU-Spitzenkandidaten der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) . „Verbraucher sollten vom Welpenkauf über dubiose Angebote auf ebay oder Kleinanzeigen absolut verzichten. Der Weg zum Tierheim, ist der beste Weg, wenn man ein Tier aufnehmen will. Die Tiere sind unendlich dankbar und der Welpen-Mafia wird dadurch der Geldhahn abgedreht“, so Buschmann.