Schweinezucht-Guenthersdorf-Fotoquelle: Peta

Landesverband Brandenburg erstattet Strafanzeige gegen Agrargenossenschaft Günthersdorf e.G.

Der Landesverband Brandenburg erstattet Strafanzeige gegen die Verantwortlichen der Agrargenossenschaft Günthersdorf e.G. wegen des Verdachts des Verstoßes gegen § 17 Nr. 2b TierSchG sowie zahlreicher Verstöße gegen die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt/Oder.

Anfang September erhielten wir von PETA unfassbare Informationen über die Zustände in einem Schweinezucht- und mastbetrieb in Günthersdorf ( Friedland ).

Tote, schwer verletzte und sterbende Ferkel werden einfach ihrem Schicksal überlassen.

Die Schweinebuchten sind extrem mit Exkrementen verschmutzt und die Sauen leiden in viel zu engen Kastenständen.

PETA erstattete bereits im Februar 2017 Strafanzeige gegen die Verantwortlichen der Agrargenossenschaft und informierte das zuständige Veterinäramt.

Diese katastrophalen Zustände wurden jedoch nicht abgestellt.

Der zuständige Amtstierarzt spricht über den vorrangigen Erhalt der Arbeitsplätze und über die personellen und finanziellen Engpässe in der ostdeutschen Landwirtschaft.

Michael Wimmer vom BUND fällt nur das Wort „Systemversagen“ ein und unser Tierschutzbeauftragter darf sich aufgrund des laufenden Strafverfahrens auch nicht dazu äußern.

Sicher sind Arbeitsplätze sehr wichtig, aber es kann nicht sein, dass nur der Mensch im Mittelpunkt steht und so ein Tierleid keine oder kaum Beachtung findet.

Deshalb haben wir uns der Strafanzeige von PETA angeschlossen, um den Druck auf die Verantwortlichen zu erhöhen, damit den Tieren umgehend geholfen wird.

Die „Schweinehölle von Günthersdorf“ muss schnellstmöglichst der Vergangenheit angehören !

Silvia Dreyer
1.Vorsitzende des LV Brandenburg