Maxim Seeck
Vorsitzender im Landesverband Berlin
Ich wurde am 13.10.2007 in Berlin geboren. Da meine Mutter über ihren Lebensweg hinweg vier Ausbildungen und ein berufsbegleitendes Bachelorstudium machte und mein Vater im Gegensatz zu seinen Eltern Elektromeister und Kneipenbesitzer wurde, wurde mir früh gezeigt, dass man sich auch in mehr als einer Disziplin erproben kann. Deshalb habe ich auch in meinem Leben bereits Praktika in einer Maurerwerkstatt, bei einer NGO und auch bei einem Scharniereinzelhandel gemacht. Zudem habe ich in verschiedenen Programmen auch schon meine Liebe für Vorlesungen und Vorträge in Veranstaltungen zu Jura, BWL und VWL an Unis und Hochschulen entdeckt.
Schlussendlich begann auch mein politischer Laufweg nicht in einer Jugendpartei oder ähnlichem. Ich startete als Klassensprecher in der 8. Klasse, wurde Mitglied einer AG gegen Diskriminierung an meiner Schule und später zudem Teil einer Arbeitsgemeinschaft des Landesschülerausschusses zur Bekämpfung von Lebensmittelverschwendung an Schulen.
Der nächste Schritt begann auf einer Fridays-for-Future-Demonstration, bei welcher ich das SV-Bildungswerk und Extinction Rebellion entdeckte. Somit gelang mein Eintritt in die unkonventionelle Bildungspolitik mit Workshops, welche ich fortan deutschlandweit zuerst für Demokratiebildung und später auch zu Mental Health sowie zu EU-Themen gab. Außerdem startete dort auch meine aktivistische Tätigkeit bei Extinction Rebellion und später auch zeitweise bei tierrechtsaktivistischen Gruppen.
Mit der Zeit bemerkte ich, wie mir das Ausharren in langen Sitzungen und viel Hintergrundarbeit mit Anträgen, Formalitäten und Papierkram irgendwie lag. Da ich fest davon überzeugt bin, dass fast jede Art des Widerstandes und des politischen Kampfes wichtig ist und seine Berechtigung hat, suchte ich nach Politikfeldern, in welchen diese Tätigkeiten oft gefordert sind und fand die Parteipolitik für mich. Nach dem Begutachten einiger Grundsatzprogramme und dem Auftreten einiger Parteien entschied ich mich für den Beitritt zur Tierschutzpartei.
In ihr fand ich die sinnvolle Kombination meiner politischen Hintergründe: Die Achtung aller Menschen als Menschen und das Arbeiten für eine faire und gleichberechtigte Welt ohne gelebte Ismen, Umwelt- und Klimaschutz von guten Städteklimata bis zum Wandel der Energieinfrastruktur, und auch Tierrechte, die sich nicht nur in „artgerechten Haltungsbedingungen“ (was rein faktisch und ethisch keinen Sinn ergibt) äußern.
Schlussendlich bin ich jetzt, nachdem ich meinen MSA gemacht habe, mit einem Schnitt von 1,4 von der Schule gegangen. Dieses Schulsystem hat mich in seiner elementaren Fehlstellung, bloß gefügige Arbeitskräfte hervorzubringen, statt persönliche Weiterentwicklung zu fördern, krank gemacht. Deshalb mache ich nun ein außerschulisches Abitur und kann mich währenddessen auf meine politische Arbeit konzentrieren und mit der Tierschutzpartei weiter für Mensch, Umwelt und Tierschutz einstehen.
Unser Engagement war angesichts rechter Parteien und Akteure nie wichtiger als jetzt. Also müssen wir nochmal so laut und so präsent sein, wie wir es bisher schon waren. Nutzen wir unsere Stimme für die, die keine haben!