Die Bundesregierung rechnet aufgrund der aktuellen sicherheitspolitischen Lage mit einer Zunahme wehrmedizinischer Forschungsvorhaben, bei denen Tiere eingesetzt werden.
Als PARTEI MENSCH KLIMA TIERSCHUTZ lehnen wir diese Entwicklung entschieden ab!
Mehr Tierversuche bedeuten nicht automatisch mehr Sicherheit. Im Gegenteil: Moderne Wissenschaft zeigt längst, dass humanbasierte Forschungsmethoden, Organ-on-a-Chip-Systeme, Computersimulationen und andere innovative Verfahren vielfach aussagekräftiger sind als Tierversuche und gleichzeitig ohne Tierleid auskommen.
Dennoch werden auch heute noch Tiere eingesetzt, um beispielsweise Behandlungen von Kriegsverletzungen oder die Folgen von Nervenkampfstoffen zu erforschen. Dabei ist seit Jahren bekannt, dass sich Ergebnisse aus Tierversuchen häufig nur eingeschränkt auf den Menschen übertragen lassen.
Jedes Tier ist ein fühlendes Lebewesen – kein Versuchsobjekt.
Gerade in Zeiten großer gesellschaftlicher Herausforderungen müssen wir in die Wissenschaft von morgen investieren, nicht an den Methoden von gestern festhalten.
Daher setzen wir uns ein für:
- keine Ausweitung von Tierversuchen im militärischen Bereich
- konsequente Förderung und Finanzierung tierversuchsfreier Forschungsmethoden
- mehr Transparenz über Tierversuche in staatlichen Einrichtungen
- einen verbindlichen Fahrplan für den vollständigen Ausstieg aus Tierversuchen
Sicherheit, medizinischer Fortschritt und Tierschutz dürfen kein Widerspruch sein. Eine moderne Gesellschaft muss Innovation fördern – nicht Tierleid.
Denn echter Fortschritt zeigt sich nicht daran, wie viele Tiere wir opfern, sondern daran, wie konsequent wir Lösungen entwickeln, die Leben schützen – das von Menschen und Tieren.
Quellen: Deutscher Tierschutzbund (Pressemitteilung vom 02.07.2026), Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage „Versuchstiere bei der Bundeswehr“ (BT-Drucksache 21/6316).
