Vegane Tierfütterung
Immer wieder werde ich nach veganer Hunde- und Katzenfütterung gefragt. Bei der heutigen Auswahl an veganem Futter ist vegane Fütterung kein Problem mehr. Es ist sogar aus meiner Sicht ein MUSS, weil Hunde nach allen bisherigen Erfahrungen mit veganer Fütterung gesünder sind, länger leben und auch keine anderen Tiere für den eigenen Hund gequält und getötet werden müssen. Denn ethisch ist es mehr als zweifelhaft, selbst auf tierliche Produkte zu verzichten, weil man die Quälerei, Tötung und Ausbeutung von Tieren nicht aktiv durch den eigenen Konsum in Auftrag geben möchte, gleichzeitig aber wegen dem eigenen Haustier diese Quälereien, Tötungen und Ausbeutungen in Auftrag gibt. Warum sollte das eigene Haustier mehr wert sein als die Tiere, die für das eigene Tier gequält, getötet und ausgebeutet werden? Aber zum Glück kann man die Vorteile für alle Tiere miteinander verbinden. Durch eine vegane Fütterung.
Selbst wenn man kein Ernährungswissenschaftler ist, müsste einem der „gesunde Menschenverstand“ bereits sagen, dass es nicht darauf ankommt, welche Nahrungsmittel ein Tier bekommt, sondern dass es ausschliesslich darauf ankommt, dass ein Tier alle Nährstoffe erhält, die es für einen optimalen Gesundheitszustand braucht. Beim Hund ist eine Umstellung auf vegane Ernährung überhaupt kein Problem, bei einem Teil der Katzen kann es Probleme geben, weil diese manchmal zu sehr auf ein spezielles Futter geprägt sind. Hier hilft es, wenn man zum bisherigen Futter zuerst kleine Anteile des veganen Futters beimischt, diese Anteile im Zeitverlauf immer mehr vergrössert und anschliessend nur noch vegan füttert. Bei Hunden und besonders bei Katzen muss man darauf achten, dass sie bestimmte Nährstoffe auf jeden Fall erhalten. Mittlerweile gibt es sehr gute Nahrungsergänzungsmittel, die man ins Futter mischt. Die entsprechenden Links zur Katzen- und Hundeernährung finden Sie am Schluss. An dieser Stelle möchte ich kurz skizzieren, wie ich es bei meinem Hund in der Praxis mache. Er wird am 27.07.2011 18 Jahre alt.
Ich füttere morgens und mittags etwas veganes Trockenfutter (Hundetrockenfutter Benevo und Yarrah Trockenvollfutter). Abends bekommt mein Hund eine Mischung aus verschiedenen rohen Gemüsen (Tomaten, Paprika) und gekochten Gemüsen (Brokkoli, Pilze, Spinat, Paprika, Möhren, Kartoffeln, Reis), welche ich in einem Mixer zerkleinere. Dazu gebe ich noch Tofu, pflanzliches Proteinpulver, etwas Leinöl, etwas Olivenöl, Vitamin B12, Vitamin D2 (Stèrogyl aus der Apotheke) eine kleine Prise jodiertes Salz, etwas L-Carnitin, Taurin und Vegedog (Pulver mit Vitaminen und Mineralstoffen für den Hund). Diese Mischung wird einmal in der Woche im Mixer hergestellt, sofort eingefroren und jeden zweiten Tag aufgetaut. Sie können natürlich auch jeden Tag frisch kochen. Oft gebe ich noch über diesen selbstgemachten Futterbrei etwas veganes Fertigfutter (BIOPUR mit Reis und Karotten, BIOPUR mit Dinkel und Zucchini).
Es ist hinreichend bekannt, dass veganes Futter den Hunden sehr gut bekommt, diese Hunde normalerweise gesünder sind und auch länger leben. Der nach meiner Kenntnis älteste Hund mit 27 Jahren wurde vegan ernährt: www.peta.de
Wichtige weitere Infos zur veganen Hunde- und Katzenernährung finden Sie hier:
www.peta.de
www.vgt.ch
www.vgt.ch/vegane-hunde
www.vegi-tierfutterversand.ch
www.tirm.de
www.vegan-hund.de
www.veganismus.de
www.provegan.info
University of Winchester