Petra Melchin
Beisitzerin im Landesvorstand Mecklenburg-Vorpommern,
Spitzenkandidatin zur Landtagswahl 2026
geboren am 28.10.1964 in Lübeck,
verheiratet und 1 Tochter
Vita
1981-1983 Ausbildung zum Landschaftsgärtner
1983 -1991 als Landschaftsgärtner in leitender Position beim Gartenbauamt Berlin Tempelhof zuständig für den Volkspark Mariendorf
1991 -1992 Fachabitur am OSZ Natur- und Umwelt – „Peter-Lenné-Schule“ in Berlin
Ab 1995 Studium an der Technischen Fachhochschule Berlin zum Dipl.-Ing. (FH) Landespflege
1998 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Umweltschutz und Technologien
Ab 2000 freiberufliche Dipl.-Ing. Landespflege
2009 – 2014 Kinder- und Jugendhilfe der Gemeinde Scharbeutz als Betreuer, Schwerpunkt Natur- und Umweltbildung
2016 Umzug nach MV
Ab 2018 Übernahme des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Thelkow e.V. als 1. Vorsitzende
– Sachkundige Bürgerin im Gemeinderat der Gemeinde Thelkow
– Mitglied im Finanzausschuss der Gemeinde Thelkow
– Mitglied im Rechnungsprüfungsausschuss der Gemeinde Thelkow
Ich bin geboren und aufgewachsen in einem kleinen Dorf südlich von Lübeck. Ich weiß, wie es ist, morgens um 5.00 Uhr aufzustehen um zuerst die Kühe zu melken und die Tiere zu versorgen, bevor man selbst zum Frühstück geht. Im Sommer die Strohklappen bis unter das Scheunendach zu stapeln, Steine zu sammeln oder Kartoffeln zu ernten. Leider gehörte auch das Schlachten der Tiere dazu. Schon als kleines Kind habe ich gespürt, dass dies nicht richtig sein kann und im Gegensatz zu meiner Schwester musste ich es auch nie mit ansehen. Als Kinder wurden wir konditioniert, dass es völlig Okay wäre, wenn man Fleisch isst. Anfang 20 kamen die ersten gesundheitlichen Beschwerden und ich habe das Schweinefleisch vom Speiseplan gestrichen. Dann wurde ich zum Vegetarier und seit 2016 nun vegan. Diese beste Entscheidung meines Lebens habe ich den „Metzger gegen Tiermord“ zu verdanken. Seitdem ich dann vegan wurde, kamen immer mehr Informationen zu Tierqualen hinzu, so dass ich von einer Tierschützerin zu einer Tierrechtlerin wurde. Mir wurde klar, für den Straßenaktionismus bin ich langsam zu alt. Jedoch wenn ich wirklich etwas für die Rechte der Tiere erreichen will, dann geht es nur auf dem politischen Wege. Deshalb bin ich zu der Tierschutzpartei gegangen, hier passt das Grundsatzprogramm zu meinen Werten.
Wofür ich stehe:
Thema Mensch:
Ich selbst bezeichne mich als Humanist. Ich beurteile Menschen weder nach Geschlecht, Alter, Herkunft oder Hautfarbe, sondern danach, wie sie mit den schwächeren in unserer Gesellschaft umgehen.
Kinder – sind mir insbesondere sehr wichtig. Kinder sind unsere Zukunft. Kinder müssen Kind sein dürfen. Sie verdienen Liebe Zuneigung und Bildung. Geschützt werden müssen sie vor körperlicher und seelischer Gewalt, Kinderarmut oder soziale Ausgrenzung. Ich bin gegen Kinderehen, Beschneidungen oder Rekrutierung für religiöse Gemeinschaften. Dagegen brauchen wir jedoch eine personelle und materielle Förderung von Schulen und Kitas.
Menschen mit Handicap – sie sind genauso wertvolle Mitglieder unsere Gemeinschaft. Ich bin dafür, es zur Pflicht zu machen, dass Menschen mit Handicap bei Planungen oder Sanierungen von öffentlichen Gebäuden verpflichtend hinzugezogen werden müssen, um eine Barrierefreiheit zu gewährleisten.
Familien – egal in welcher Form – sind ein hohes Gut. Sie sind zu unterstützen. Steuerliche Erleichterungen für Familien ab dem ersten Kind, finanzielle Hilfen für Alleinerziehende Elternteile, kostenfreie Krippen- und Kindergartenplätze für Geringverdiener und ein umfangreiches pädagogisches Angebot schon ab dem Kindergarten an für eine individuelle kreative oder kognitive Entwicklung müssen einen hohen Stellenwert bekommen
Bildung – Eine Investition in Schulen ist unerlässlich, denn die Schüler von heute könnten die Ingenieure von morgen werden. Lernen soll Spaß machen. Dies geht am besten in kleinen Schulklassen. Dazu brauen wir ausreichend Lehrpersonal in modernen Unterrichtsräumen. Dazu die Möglichkeit, die Kinder so früh wie möglich individuell nach Begabung zu fördern. Religionsunterricht ist in einem laizistischen Staat abzulehnen und von der ersten Klasse an durch Ethik zu ersetzen. Schulen müssen Digital aufgerüstet werden. Glasfaseranschluss für Jede Schule und Tablets für alle Schüler für die Möglichkeit eines kompetenten Online- Unterrichtes bei Bedarf.
Ferner muss die Schulsozialarbeit gestärkt werden. Mobbing jedweder Art muss im Keim erstickt werden.
Rente – sie muss flexibel sein. Wer eher anfängt zu arbeiten, muss auch eher in Rente gehen dürfen. Wer länger arbeiten möchte, der soll dies tun dürfen. Rentenniveau auf mindestens 53%, Einführung einer Mindestrente. Einzahlen müssen alle, auch Selbständige, Abgeordnete und junge Beamte. Freibeträge in der Grundsicherung für Menschen mit geringem Einkommen. Menschen mit gesundheitlichen Problemen müssen leichter in Rente gehen dürfen.
Thema Klima
Der Schutz unseres Klimas ist eine zentrale Aufgabe für die Zukunft und betrifft uns alle. Ziel muss es sein, eine Klimaneutralität bis 2030 zu erreichen. Das Klima nicht zu schützen würde hohe volkswirtschaftliche Schäden nach sich ziehen und es würde zu Völkerwanderungen kommen, da einige Gebiete auf der Erde nicht mehr bewohnbar wären.
Das Pariser Klimaschutzabkommen ist verpflichtend einzuhalten.
Energie – Dekarbonisierung und vorantreiben der erneuerbaren Energien, mehr Investitionen in Speichermedien, keine neuen Gaskraftwerke, Förderung von neuen Technologien im Bereich der Erneuerbaren. Ausbau der Netze
Industrie – Prozessoptimierungen, Nutzung von Abwärme, verpflichtendes Energie- und Umweltmanagement. Förderung für Investitionen in klimaneutralen Technologien, Subventionen nur für klimaneutrale Prozesse, Zero-Waste- Strategie.
Verkehr – erleichterter Umstieg auf E-Autos, Ausbau der Ladeinfrastruktur, kein Dienstwagenprivileg, Tempolimit auf Autobahnen, Förderung des ÖPNV vor allem auch auf dem Land, keine Subventionen im Flugverkehr, günstiges Deutschlandticket. Mehr Grün in der Stadt senkt die Temperaturen
Gebäude – Förderprogramme für Gebäudesanierung, Ausbau der Fernwärme, Förderprogramme für Solaranlagen und Wärmepumpen. Alle Neubauten sollen mindestens Energieneutral errichtet werden. Dachbegrünung und Fassadenbegrünungen fördern, Schwammstädte planen und bauen
Landwirtschaft – Landwirtschaft ist Täter und Opfer zugleich, GAP reformieren, Flächenprämien nur nach ökologisch wertvoll und nicht nach Größe, Förderung der ökologischen Landwirtschaft, Ausstiegsprogramm aus der Tierhaltung, Förderung von Clean-Meat, Wiedervernässung von Mooren mit Förderung von Umnutzung zB. Für Reetanbau, keine Monokulturen, Humusanreicherung der Böden, Produkte aus dem Mercosurabkommen mit einer Klimaabgabe belegen wegen langer Transportwege.
Thema Tier
Tiere sind mit uns auf der Erde und nicht für uns. Den Tieren ist im Grundgesetz als fühlende Lebewesen anzuerkennen und das Tierschutzgesetz muss verschärft und im Strafgesetzbuch verankert werden.
Warum sollten wir Tiere schützen?
– Erhaltung der Artenvielfalt zum Schutz des ökologischen Gleichgewichts
– Schutz der Ökosysteme, Bestäubung, Verbreitung von Samen und Pflanzen, Gesunderhaltung von Böden und Gewässer.
– Ethische Verantwortung; Tiere sind fühlende Lebewesen, sie empfinden Schmerz, Stress, Trauer und Wohlbefinden. Sie Träumen und schließen Freundschaften genau wie Menschen auch.
Massentierhaltung – sie führt zu Leid und Verhaltensstörungen der Tiere, zu Verletzungen und Krankheiten und begünstigt die Bildung von multiresistenten Keimen. Der Einsatz von lebenswichtigen Reserveantibiotika ist Standard und gefährdet Menschen. Sie verursacht darüber hinaus Probleme durch Emissionen, hat einen überproportionalen Flächenverbrauch und trägt zur Zerstörung von natürlichen Lebensräumen bei. Sie ist zwingend abzuschaffen
Jagd – sie ist ethisch und moralisch verwerflich und kontraproduktiv gegenüber dem Artenschutz. Jagd löst keine Probleme, sondern sie ist Teil des Problems. Durch Fütterung oder Besatz fremder Arten wird unkontrolliert in unser Ökosystem eingegriffen. Jagd erzeugt unvorstellbares Leid zB. durch einen Gebrechschuss. Jagderlaubnis nur aus beruflichen Gründen zB. für Ranger, welche verunfallte Tiere erlösen müssen. Hobbyjagd ist abzuschaffen
Zucht – in der Nutztierhaltung immer Qualzucht zu mehr Leistung. Es führt immer zu Leid und gesundheitliche Probleme. Aber auch in der „Haustier“zucht sehen wir oft Leid, Qual und gesundheitliche Probleme. Qualzuchten und „Hinterhofvermehrung“ müssen verboten werden.
Das alles ist natürlich nur ein kleiner Ausschnitt von mir. Mein Grundsatz lautet: Tierschutz=Klimaschutz=Menschenschutz
Wer dann noch fragt, wer das bezahlen soll, dem antworte ich mit den Worten von Heiner Geißler: “Wir haben genug Geld, es ist nur in den falschen Händen.“
PETRA MELCHIN
Dipl.-Ing. (FH) Landespflege
TELEFON:
+49 38205-148460
E-MAIL:
petra-melchin@tierschutzpartei.de