Studieren darf kein Luxus sein

Für viele junge Menschen ist ein Studium schon heute eine enorme finanzielle Herausforderung. Steigende Mieten, hohe Lebenshaltungskosten und immer mehr Ausgaben belasten Studierende in ganz Deutschland.

Die angekündigte BAföG-Reform mit einer höheren Wohnkostenpauschale und weiteren Verbesserungen ist derzeit ungewisser denn je. Dabei wäre eine Anpassung dringend notwendig, damit die Förderung wieder besser zur Lebensrealität der Studierenden passt.

Gleichzeitig wird darüber diskutiert, Minijobs einzuschränken oder grundlegend zu verändern. Ausgerechnet jene Beschäftigungsform also, mit der viele Studierende ihr Studium überhaupt erst finanzieren können.

Besonders irritierend sind die Aussagen von Dorothee Bär, die Studierenden empfiehlt, neben dem Studium arbeiten zu gehen. Bär selbst konnte während ihres Studiums auf die Förderung eines Stipendiums der Hanns-Seidel-Stiftung zurückgreifen. Viele Studierende heute verfügen weder über ein Stipendium noch über finanzielle Rücklagen ihrer Familien. Sie kämpfen mit explodierenden Mieten, steigenden Lebenshaltungskosten und einem Fördersystem, das längst nicht mehr mit der Realität Schritt hält.

Dabei wird die Lebensrealität vieler Studierender ausgeblendet. Die meisten arbeiten bereits neben ihrem Studium – nicht für Luxus oder Extras, sondern um Miete, Lebensmittel und laufende Kosten bezahlen zu können. Viele verbringen ihre Woche nicht nur in Vorlesungen und Seminaren, sondern zusätzlich im Nebenjob, um überhaupt über die Runden zu kommen.

Hinzu kommt, dass das BAföG-System selbst für viele eine Hürde darstellt. Umfangreiche Anträge, zahlreiche Nachweise und komplizierte Verfahren erschweren den Zugang zu einer Unterstützung, auf die viele junge Menschen dringend angewiesen sind.

Wir als die PARTEI MENSCH KLIMA TIERSCHUTZ setzen uns dafür ein, dass junge Menschen sich auf ihre Ausbildung konzentrieren können – nicht auf finanzielle Sorgen und bürokratische Hürden.

Es kann nicht sein, dass von Studierenden Höchstleistungen erwartet werden, während gleichzeitig die finanzielle Unterstützung stagniert und die Lebenshaltungskosten immer weiter steigen.

Bildung ist keine Ausgabe, sondern eine Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft. Wer an dieser Stelle spart, spart an den Chancen der nächsten Generation.

Chancengleichheit beginnt beim Zugang zu Bildung. Die Entscheidung für oder gegen ein Studium darf niemals vom Kontostand abhängen. Bildung darf kein Luxus sein.