„Ich bin gegen den Einsatz von Pferden in den Rosenmontagszügen. Das ist nicht mehr zeitgemäß“, ergänzt Jacques Tilly auf seinem Motiv.

Tierschützer dokumentieren wie jedes Jahr das Leid der Pferde im Kölner Rosenmontagzug.

Pressemitteilung des Netzwerks für Tiere Köln

Wie jedes Jahr wird auch in 2026 das Netzwerk für Tiere Köln das Leid der Pferde im Rosenmontagszug dokumentieren. An verschiedenen Stellen am Zugweg werden schon seit Jahren Foto,- und Filmaufnahmen der Reiter und der Pferde gemacht. Verstöße gegen das Tierschutzgesetz werden zur Anzeige gebracht und bildhaft belegt, dass man sich nicht – wie vom Festkomitee und den Reitercorps immer behauptet wird – an die Leitlinien hält.

Dieses Jahr freut sich das Netzwerk für Tiere Köln über einen neuen Rekordwert an Unterstützern, die mithelfen wollen. Es werden Spenden gesammelt, damit Flyer, Banner etc. gedruckt werden können und das „Filmteam“ des Netzwerks ist auf eine beachtliche Zahl angewachsen.

„Schon 2025 waren wir begeistert, wie viel Zuspruch wir inzwischen bekommen und auch wie viel Bildmaterial uns über Social Media zugespielt wurde“, verrät Natalie Steffen, die seit 2017schon gegen den Einsatz der Pferde im Rosenmontagszug kämpft. „Wir bekamen auch Lob von Mitgliedern einer KG, die sogar selber mit einem großen Reitercorps unterwegs ist“, ergänzt Steffen noch.

Sie ist der festen Überzeugung, dass das Thema immer weiter an Brisanz gewinnt und die Mehrheit der Jecken den Einsatz der Pferde immer kritischer sieht.

Besonders erfreut ist man in den Tierschutzreihen über das Statement gegen Pferde im Karnevalsumzug von Jacques Tilly, dem bekanntesten Bildhauer und Karnevalswagenbauer, der mit seiner Aussage dem Großteil der Befragten einer Umfrage aus der Seele spricht.

Auswertung gestartet – Über 300 Videos zu auffälligem Verhalten von Pferden im Kölner

Köln, 19. Februar 2026

Das Netzwerk für Tiere Köln hat den Einsatz von Pferden im Kölner Rosenmontagszug am 16. Februar 2026 erneut dokumentiert. Neben eigenen Teams entlang des Zugwegs wurden dem Netzwerk weit über 300 Videos aus der Öffentlichkeit übermittelt. Insgesamt liegen den Tierschützer:innen mehrere hundert Stunden Videomaterial vor.

Auswertung läuft – Anzeige nach Abschluss vorgesehen

Die Sichtung und Auswertung der Aufnahmen hat bereits begonnen. Nach Angaben des Netzwerks zeigen erste Sichtungen zahlreiche Auffälligkeiten im Verhalten einzelner Pferde. Nach Abschluss der systematischen Auswertung wird das Netzwerk die dokumentierten Fälle zur Anzeige bringen.

„Es ist beeindruckend, wie viel Unterstützung aus der Öffentlichkeit kommt. Die vielen Rückmeldungen aus Köln zeigen uns, dass wir mit unserem Protest einen Nerv treffen – und dass viele Menschen sich einen Rosenmontagszug ohne Pferde wünschen“, sagt Natalie Steffen vom Netzwerk für Tiere Köln.

Als Grundlage gilt das Tierschutzgesetz (§ 3 Satz 1 Nummer 1 und 6 TierSchG). Dort ist unter anderem untersagt, Tiere für Filmaufnahmen, Schaustellungen, Werbung oder ähnliche Veranstaltungen heranzuziehen, sofern dies mit Schmerzen, Leiden oder Schäden für das Tier verbunden ist.

Deutlich wachsender Rückhalt – Petition überschreitet 10.000 Unterschriften

Parallel zur Dokumentation verzeichnet das Netzwerk einen spürbaren Zuwachs an Unterstützung aus der Kölner Bevölkerung. Die Petition gegen den Einsatz von Pferden im Kölner Rosenmontagszug hat inzwischen mehr als 10.000 Unterschriften erreicht.

Pressekontakt: Natalie Steffen, presse@netzwerk-fuer-tiere-koeln.de