GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG
PARTEI MENSCH KLIMA TIERSCHUTZ | Alex Löwenherz, Tierschutzaktivist
Berlin, 13. Juni 2026
Fall Jette: Gefoltert, vergiftet, getötet. Und das Recht hat kein angemessenes Instrument.
Pößneck, Thüringen, November 2025. Die Hündin namens Jette wird vergiftet, an einer Küchentür stranguliert und während ihres Todeskampfes von ihrer Halterin verlacht. Jette hatte ein zweites Leben bekommen, vermittelt durch eine Tierschutzorganisation, die ihr genau das ermöglichen wollte: ein gutes Leben in Sicherheit.
Dass dieser Fall überhaupt ans Licht kam, haben zwei Tierschutzvereine erzwungen, die im Dezember 2025 Anzeige erstatteten. Im weiteren Verlauf war es der Tierschutzaktivist Alex Löwenherz mit seinem Team, der den Vorgang recherchierte, Material sichtete, Zeugen befragte und die Ergebnisse auf Social Media einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machte. Gemeinsam mit zahlreichen anderen Tierschützer:innen und einer breiten Öffentlichkeit, die den Fall weitertrug, wurde aus einem lokalen Vorfall eine bundesweite Debatte.
Die Recherchen fördern fortlaufend neue Erkenntnisse zutage. Inzwischen ist bekannt, dass die Beschuldigte bereits zuvor öffentlich mit einer Waffe und einem toten Nagetier an einer Stange posiert hatte. Die Staatsanwaltschaft Gera und die Kriminalpolizei Saalfeld ermitteln. Ein Tierhalteverbot wurde verhängt und vollzogen. Ein Urteil steht noch aus.
Die PARTEI MENSCH KLIMA TIERSCHUTZ fordert konkrete Konsequenzen:
“Wer Tiere foltert, muss mit empfindlich höheren Strafen rechnen als bisher, einschließlich Freiheitsentzug in schweren Fällen. Darüber hinaus braucht es verpflichtende therapeutische Maßnahmen für verurteilte Täterinnen und Täter.”, so Dennis Landgraf, Vorsitzender der Tierschutzpartei. “Die Forschung belegt seit Jahrzehnten, dass Gewalt gegen Tiere und Gewalt gegen Menschen häufig denselben Ursprung haben.” ergänzt der 25-Jährige.
Der Appell von Alex Löwenherz ist glasklar: “nicht wegschauen, Tierquälerei melden und den Tieren eine Stimme geben. Damit verfolgen wir dasselbe Ziel: dass solche Fälle nicht mehr möglich sind.“, so der Tierschützer.
Die strukturelle Grundlage dafür fehlt im deutschen Recht noch immer. Tierschutz steht in Artikel 20a als Halbsatz, eingeklemmt zwischen Staatszielen. Die PARTEI MENSCH KLIMA TIERSCHUTZ kämpft für einen eigenständigen Artikel 20b, der Tieren ein eigenes verfassungsrechtliches Gewicht gibt. Diese Forderung gehört zur Programmatik der Partei seit ihrer Gründung. Die etablierten Parteien haben das Thema in zwanzig Jahren parlamentarischer Debatte nicht angepackt, und es gibt keinen einzigen Grund zu glauben, dass sich das ohne politischen Druck jemals ändern wird.
Kontakt
PARTEI MENSCH KLIMA TIERSCHUTZ, Pressestelle
[Dennis Landgraf] · [Bundesvorstand] · [presse@tierschutzpartei.de] · [+49 175 1231704]
Alex Löwenherz, Tierschutzaktivist