TransFARMAtion: Wie zwei Brüder den Familienbetrieb zu einem bio-veganen Hof machen

Bauern mit Herz, Mut und Verstand: Maik und Marco Möller zeigen, dass die Agrarwende keine Utopie ist, sondern auf unseren Feldern bereits Wurzeln schlägt. Beide sind jung, engagiert und trafen eine Entscheidung, die Mut erfordert. 💚 

Was passiert, wenn Tradition auf konsequente Ethik trifft? Bei Maik und Marco Möller führt das zu einer pflanzlichen Revolution – der TransFARMAtion. Die beiden Brüder, beide unter 30, sind auf dem elterlichen Hof in Schleswig-Holstein aufgewachsen. Ein Betrieb, der seit 1900 in Familienhand ist. Maik studierte zunächst Angewandte Informatik und BWL, Marco absolvierte eine Ausbildung zum Bank- und Versicherungskaufmann. Doch ihre wahre Berufung fanden sie nicht in den Zahlen oder Policen, sondern in der radikalen Ehrlichkeit sich selbst gegenüber.

Der Ausstieg aus der „Nutztier“haltung 🐮

In der 5. Generation haben die beiden den elterlichen (sog.) „Milchviehbetrieb“ nun übernommen – und ihn komplett auf links gedreht. Aus voller ethischer Überzeugung sind sie aus der Tierhaltung ausgestiegen. Denn Maik und Marco haben seit ihrer Kindheit hautnah miterlebt, was das System Milchwirtschaft bedeutet:

  • Kühe, die zum Schlachter müssen, sobald ihre Milchleistung nachlässt.
  • Die jährliche Zwangsbesamung, damit die Kühe überhaupt Milch „produzieren“.
  • Der unvergessliche Trennungsschmerz, wenn Kälber ihren Müttern weggenommen werden, weil der Mensch ihre Milch trinken will.
  • Die männlichen Kälber, die nach ihrem viel zu kurzen Leben geschlachtet werden, weil sie als „überflüssig“ gelten.

Sie haben sich mit ihrer eigenen Ernährung und der Verantwortung für unseren Planeten auseinandergesetzt. Ihr Fazit war klar: Unser Hof wird vegan! Neben der Ethik war der Klimaschutz ein ausschlaggebender Faktor für diesen zukunftsweisenden Schritt.

Ein Leuchtturmprojekt für die Landwirtschaft von morgen 🥬🥕🍅

Und das Beste: Es funktioniert! Wo früher Kühe auf Spaltböden standen, wird heute durch den eigens gegründeten gemeinnützigen Verein Aufklärungsarbeit geleistet. Wo früher Kuhweiden waren, gedeiht heute eine lebendige Streuobstwiese.

Was sich konkret verändert hat:

  • Biozyklisch-veganer Anbau: Unterstützt durch das Netzwerk *TransFARMAtion*, haben die Brüder auf rein pflanzliche Landwirtschaft umgestellt. Über 50 verschiedene Gemüsesorten gibt es nun dort, wo früher Tiere ausgebeutet wurden.
  • Solidarische Landwirtschaft (SoLawi): Das Gemüse wird direkt und fair vermarktet. Aktuell sind bereits weitere „Gemüsekisten-Sammelstellen“ für Haushalte in Hamburg und Schleswig-Holstein in Planung.
  • Bildung: Schüler:innen können auf dem Hof lernen, wie Landwirtschaft früher aussah und wie nachhaltige Lebensmittelproduktion heute funktioniert.
  • Zukunftsvision: Im Jahr 2026 werden die beiden den Hof ihrer Eltern komplett in Eigenregie übernehmen.

Es ist nie zu spät für das Richtige ✌️

Dieses Beispiel zeigt uns eines ganz deutlich: Wir müssen nicht an alten Systemen festhalten, nur weil wir „es schon immer so gemacht haben“. Maik und Marco beweisen, dass man das, was man als Kind als „normal“ vorgelebt bekam, hinterfragen und auch als falsch erkennen und die entsprechenden Konsequenzen ziehen kann.

Besonders berührend: Heute unterstützen auch die Eltern ihre Söhne bei dieser mutigen Entscheidung! Dies zeigt, dass Umdenken immer möglich ist.

Landwirte müssen keine Tiere ausnutzen. Gemüse wächst auch ohne Mist. Essen und Ethik, Arbeit und Aufklärung – Maik und Marco verbinden das Heute mit dem Morgen.

 

Es ist Zeit für eine Agrarwende. Es ist Zeit für die TransFARMAtion!

🌱 Mehr Informationen findet ihr hier: https://www.moellersmorgen.de/

🤝 Unterstützung für umstellungswillige Höfe: https://www.transfarmation.ch/

(Artikel vom Parteiausschuss TransFARMation – in freundlicher Zusammenarbeit mit Maik Möller)