Millionen pflegebedürftige Menschen sind in Deutschland auf die Unterstützung ihrer Angehörigen angewiesen. Eltern, Geschwister, Partnerinnen und Partner übernehmen jeden Tag Verantwortung – oft zusätzlich zu Beruf, Familie und eigenen Verpflichtungen. Damit diese enorme Belastung überhaupt bewältigt werden kann, gibt es die Verhinderungspflege. Sie ermöglicht es Familien, eine Ersatzpflege zu organisieren, wenn die Hauptpflegeperson vorübergehend ausfällt – etwa wegen Krankheit, eines Krankenhausaufenthalts, beruflicher Termine oder anderer wichtiger Verpflichtungen.
Diese Unterstützung ist kein Luxus. Sie ist eine notwendige Entlastung für Menschen, die tagtäglich Pflege leisten und damit Aufgaben übernehmen, die sonst das Gesundheitssystem tragen müsste.
Doch genau diese bewährte Hilfe steht nun auf der Kippe. Durch die geplanten Änderungen im Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) drohen viele Familien künftig wichtige Unterstützungsmöglichkeiten zu verlieren. Die Folgen wären gravierend: mehr Belastung für pflegende Angehörige, weniger Entlastung im Alltag und zusätzliche Risiken für die Versorgung pflegebedürftiger Menschen.
Wir sagen klar: Verhinderungspflege muss erhalten bleiben.
Pflege braucht Entlastung. Familien brauchen verlässliche Unterstützung. Wer Pflege stärkt, stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt!
