Dem Münsteraner Allwetterzoo steht Ungemach ins Haus: Das Jahr 2025 wurde mit einem Minus von 5,4 Millionen Euro abgeschlossen. Münster ist dabei wohl nicht der einzige Tierpark bundesweit mit sinkenden Besucherzahlen und finanziellen Problemen.
Liegt es vielleicht daran, das immer mehr Menschen keine Lust mehr verspüren, ein Tiergefängnis zu besuchen und dann noch viel Geld für ein Gefühl zu bezahlen , dass die zu sehenden „Insassen“ lieber woanders wären?
In Münster scheint man nun zu versuchen , das Finanzloch mit der Kündigung des Entgelttarifvertrages für die Angestellten zu verkleinern . Das eigentliche Problem wird totgeschwiegen. Die im Zoo lebenden Tiere haben weder Stimme noch Lobby.
Wir erkennen an, dass viele Menschen Tiere lieben und sich für ihren Schutz einsetzen möchten. Echter Artenschutz beginnt jedoch nicht hinter Gittern, sondern in den natürlichen Lebensräumen der Tiere.
Deshalb fordern wir:
- keine Neuerrichtung von Zoos, Tierparks oder Aquarien mit Wildtierhaltung
- keine Nachzucht von Wildtieren für Ausstellungs- und Unterhaltungszwecke
- Auslaufen der Haltung besonders anspruchsvoller Wildtierarten
- Umwandlung bestehender Zoos in Auffang-, Rehabilitations- und Bildungszentren
- stärkere Förderung von Schutzprojekten in den natürlichen Lebensräumen der Tiere
- Ausbau moderner Bildungsangebote ohne Gefangenschaft von Wildtieren
Artenschutz darf nicht als Rechtfertigung für lebenslange Gefangenschaft dienen. Der Schutz von Lebensräumen, Artenvielfalt und Ökosystemen muss Priorität haben.
