Solarenergie

Foto: aboutpixel.de / Energie von der Sonne (c) Rainer Sturm

Alternative Energien

Es funktioniert!

Die Störfälle in Brunsbüttel und Krümmel haben gezeigt, wie zynisch die „Energieriesen“ die Gefährlichkeit ihrer Technologie leugnen, obwohl sie die notwendige Sicherheit nicht garantieren können. In den Sicherheitsbereich fließen kaum Investitionen. Nur ein paar defekte Dübel waren z.B. die Ursache eines Brandes. Der Zynismus der Stromkonzerne und AKW-Betreiber (in Deutschland Eon, RWE, Vattenfall, EnBW) riskiert die nukleare Verseuchung ganzer Kontinente und den Tod von Millionen um des Profits willen. Diese „Selbstmord-Attentäter“ muss man stoppen!

Das Beispiel Schönauer Elektrizitätswerke (EWS) zeigt, dass es auch anders funktioniert. „Nicht jammern und klagen, sondern handeln, und zwar jetzt“ – „Guter Strom beginnt im Kopf“, so ist auf ihrer Webseite zu lesen.

Der kleine Ort Schönau im Südschwarzwald, sehr aktiv in der Anti-AKW-Bewegung, hat 1997 ernst gemacht, sich ausgeklinkt aus der Stromversorgung durch die großen Konzerne und seine Energieversorgung selbst in die Hand genommen. Jetzt ist er selbst Netzbetreiber. Möglich gemacht haben das auch Spendengelder der durch den Supergau in Tschernobyl wachgerüttelten bundesdeutschen Bürgerinnen und Bürger. Wirtschaftlich sind die Elektrizitätswerke Schönau ein Erfolgsmodell. Sie erhielten 1997 den Deutschen Gründerpreis.

Der Energie-Mix der EWS setzt sich 2007/8 zusammen aus 95 % regenerativen Energien (derzeit überwiegend aus modernen Wasserkraftwerken) und 5 % Kraft-Wärme-Kopplung. Darüber hinaus unterstützten die EWS bundesweit die „Rebellen-Kraftwerke“, die Strom aus erneuerbaren Energien, wie Photovoltaik (Solaranlagen), Wind, Wasser und Biogas erzeugen. Dieser Strom produziert keinen Atommüll, d ie CO2-Emissionen sind minimalisiert.

Die EWS sind ein Beispiel dafür, wie mit Beharrlichkeit, Klugheit, Einigkeit und Entschlossenheit der Kampf Davids gegen Goliath gewonnen werden kann! Es bestehen auch keinerlei Beziehungen der EWS zu Stromerzeugern, die Atomstrom anbieten.

Die „Energiekonzerne von gestern“ wollen mehr Kohlekraftwerke bauen und die Laufzeiten der AKWs verlängern, um den unersättlichen Energiehunger zu stillen. Aber es ist der falsche Weg. Durch die immens gestiegene Nachfrage während der letzten 50 Jahre machte man sich auch Gedanken über die Endlichkeit der natürlichen Ressourcen. Vor allem die dramatische Klimaerwärmung macht es notwendig, umweltschonende erneuerbare Energien zu nutzen. Nach dem derzeitigen Wissensstand könnten diese alternativen Energien sechs Mal den weltweiten Bedarf decken!

Atomkraft gehört vollständig abgeschafft – wegen der bekannten Risiken, aber auch, weil sie ineffektiv ist und die Uranvorräte ebenfalls endlich sind. Die angebliche Unverzichtbarkeit beruht im Übrigen auf manipulierten Berechnungen der Atom-Lobby. Die Energiegewinnung aus Erdöl muss ebenfalls aus vielerlei Gründen beendet werden: Der Rohstoff ist endlich, wie auch die anderen fossilen Energieträger. Ölbohrungen in ökologisch hochsensiblen Regionen wie der Arktis, der Nordsee, im Amazonas-Regenwald zerstören unwiederbringlich die wichtigen Öko-Systeme unseres Planeten. Außerdem ist Erdöl ein viel zu wertvoller Rohstoff, um ihn als reinen Energielieferanten zu „verheizen“. Die weltweiten Erdgasvorkommen sind zwar weit größer als Erdöl- und Uran-Ressourcen, aber sie reichen auch nicht bis in alle Ewigkeit.

Umso wichtiger ist es, Initiativen wie die Elektrizitätswerke Schönau zu unterstützen – am besten dadurch, dass man seinen Strom von dort oder von den „Rebellen-Kraftwerken“ bezieht. Übrigens hat jeder die Möglichkeit, seinen Stromanbieter zu wechseln. Informationen und Downloads befinden sich auf der Webseite der EWS.