Gesundheitspolitik

Ganzheitliche Medizin

„Allem Physischen entspricht ein Seelisches und ein Geistiges, die nicht getrennt voneinander existieren, sondern mit dem Körperlichen in unentwegter Wechselwirkung stehen.“ (Paracelsus)
Nach dieser Erkenntnis sind Erkrankungen häufig das sichtbare Ergebnis einer schon über längere Zeit bestehenden, unbemerkten Disharmonie in dem komplizierten Gefüge von Körper, Geist und Seele. So können äußere Faktoren wie Umweltbelastung, falsche Ernährung, Genussgifte, Stress oder auch seelische Belastungen die Ursache organischer Störungen sein.

Vor gesundheitlichen Risiken muss eindringlicher und ehrlicher als bisher gewarnt, die Aufklärung verstärkt und die Eigenverantwortung des Einzelnen durch Anreize gestärkt werden. Der Mensch muss wieder lernen, dass er für seinen Gesundheitszustand selbst verantwortlich ist. Deshalb sollten vorbeugende Maßnahmen, wie z.B. Rückenschulen und Ernährungsseminare, von den Krankenkassen wieder finanziert werden. Sieht der Mensch in der Krankheit einen Hinweis darauf, dass er in seinem Denken und Handeln etwas verändern muss, ist damit bereits der erste Schritt zur Heilung vollzogen. In jedem Lebewesen liegt ursprünglich der Wille zur Selbsterhaltung und zur Selbstheilung. Krankheit ist u. a. auch ein Zeichen dafür, dass die Selbstheilungskräfte des Körpers nicht ausgereicht haben, um einen belastenden Konflikt zu lösen.

Jeder Mensch hat das Recht auf Erhaltung und Wiederherstellung seiner Gesundheit. Die freie Entscheidung der Patienten zwischen Schulmedizin und Naturheilverfahren ist zu gewährleisten.

Die einseitig auf die Pharmalobby ausgerichteten Grundlagen der gegenwärtigen Medizin müssen durch ein ganzheitliches Konzept ergänzt werden, das den Menschen als Einheit von Körper, Geist und Seele betrachtet (Spezialistentum nur in Verbindung mit Ganzheitsmedizin).

In einer ethisch ausgerichteten Medizin haben Tierversuche keinen Platz. Alternative Behandlungsmethoden wie Naturheilkunde und Akupunktur unterstützen eine ursächliche Heilung und dienen nicht einer bloßen Symptombekämpfung. An den Universitäten sind in größerem Umfang als bisher entsprechende Lehrstühle einzurichten. Um den angehenden Arzt umfassend auf seine künftigen Aufgaben vorzubereiten, sind Psychotherapie wie auch Sozialmedizin stärker als bisher, vor allem aber die Ernährungslehre und Gesundheitsvorsorge verbindlich in den Studienkatalog aufzunehmen. Abiturzeugnis und Medizinertest dürfen nicht weiterhin allein die Zuteilung eines Studienplatzes bestimmen. Voraussetzung für die Zulassung zum Medizinstudium soll auch eine entsprechende ethische und moralische Einstellung sein.

Mittelfristig ist die Einführung einer Bürgerversicherung anzustreben. Deutschland benötigt keine Zweiklassenmedizin, welche die Schwächsten der Gesellschaft benachteiligt.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Tierschutzpartei – unterstützt alle Maßnahmen zur Etablierung ethisch verantwortlich handelnder Ärzte.

Die privaten wie gesetzlichen Krankenkassen müssen in ausreichendem Umfang dem Wunsch von immer mehr Menschen nach einer alternativen Medizin Rechnung tragen.

Wir fordern eine grundlegende Gesundheitsreform, in der auch die Probleme der gesetzlichen Krankenversicherung innerhalb der Versicherungsträger gelöst werden (z.B. Abbau der Bürokratie, Ausgliederung krankenversicherungsfremder Leistungen und deren Finanzierung über Steuern). Prävention und Krankheitsfrüherkennung müssen absoluten Vorrang haben und sollten eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sein.

Die auf Alkohol und Nikotin erhobenen Steuern sollen direkt in das Budget der Krankenkassen einfließen. Im Interesse des Jugendschutzes ist die Aufklärung über Suchtgefahren zu intensivieren und die Tabak- und Alkoholwerbung weiter einzuschränken.

Ernährung

Wir treten dafür ein, dass Nahrungsmittel so naturbelassen wie möglich auf den Markt kommen (Haltbarmachung mittels relativ unschädlicher Verfahren wie Säuern, Erhitzen). Die einzelnen Bestandteile müssen lückenlos und in verständlicher Sprache deklariert werden. Die heute im Übermaß verwendeten chemischen Zusätze verursachen, insbesondere bei Kindern, zunehmend Allergien. Auch die Schädlichkeit von Industriezucker ist allgemein bekannt. Der Katalog an erlaubten chemischen Zusätzen muss deshalb drastisch verringert und Industriezucker vor allem aus der Babynahrung herausgehalten werden.

Wie zahlreiche Beispiele gesunder vegan aufgezogener Kinder beweisen, ist eine fleischlose Ernährung bereits im Babyalter durchaus zu empfehlen.

Wir befürworten die vegane Ernährungsweise aus ethischen Gründen einerseits und aus gesundheitlichen Gründen andererseits: Mehrere vergleichende Studien verschiedener deutscher Universitäten und Institute belegen, dass vegan lebende Menschen gesünder sind als Mischköstler. Daher ist das Angebot von gesunden, pflanzlichen Speisen in öffentlichen Einrichtungen wie z.B. Kantinen, Mensen, Altenheimen und Krankenhäusern beträchtlich zu erweitern.

Werden dennoch Tiere und tierliche Produkte verzehrt, sollten diese ausschließlich aus so genannter artgerechter Haltung gekauft werden. Dies ist nicht nur aus gesundheitlichen Erwägungen dringend zu raten, sondern auch ein persönlicher Beitrag zum Tierschutz.

Wir fordern die lückenlose Kennzeichnung aller Lebensmittel, die genmanipulierte Substanzen enthalten (s. Punkt 3 unseres Grundsatzprogramms).

Um eine umfassende Aufklärung der Bevölkerung über die wichtige Rolle einer gesunden Ernährung zu erreichen, wollen wir wirtschaftlich unabhängige Beratungsstellen einrichten.

Corona-Virus

Das Corona-Virus SARS-CoV-2 bzw. COVID-19 hält seit Anfang 2020 die Welt in Atem und hat vorübergehend zu drastischen Einschränkungen unseres Lebens geführt. Mit diversen Aspekten der Pandemie haben wir uns im Rahmen mehrere Artikel bereits ausführlich beschäftigt. Diese findest du nachfolgend verlinkt:

Ursachen und Folgen der sowie Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie

Tierschutz in der Corona-Pandemie

Weitere und ggf. aktuellere Artikel findest du in unserer Suchfunktion.

Totalversagen von CDU, CSU und SPD bei Pandemie-Prävention

Die Corona-Pandemie hat erneut auf besonders dramatische Art und Weise das Totalversagen der großen Parteien – allen voran CDU, CSU und SPD – im Hinblick auf die großen Themen unserer Zeit vor Augen geführt. Über ein Jahr nach Beginn der Pandemie und nachdem klar wurde, dass auch diese Pandemie – genau wie nahezu alle anderen der letzten Jahrzehnte – auf die Ausbeutung von Tieren durch den Menschen zurückzuführen ist, hat die Große Koalition nach wie vor keinerlei Maßnahmen in die Wege geleitet, um das fatale System der Tierausbeutung zu einem Ende zu bringen oder auch nur die aller drängendsten Probleme dieses Systems anzugehen und so nicht nur unvorstellbares milliardenfaches Tierleid zu beenden, sondern auch die Menschen vor Pandemien wie der aktuellen künftig zu schützen. Es ist sogar genau das Gegenteil der Fall: Nach wie vor setzen Union und SPD voll auf dieses längst nicht mehr zeitgemäße und brutale Ausbeutungssystem und stützen es, wo sie nur können – zuletzt etwa mit noch mehr staatlichen Subventionen als ohnehin bereits und mit Zensur und Gängelung für fortschrittliche, nachhaltige und ethische Produkte – solange, bis es irgendwann unweigerlich wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen muss. Aber auch die Grünen und die LINKE wollen das Problem nicht bei der Wurzel packen, sondern lediglich an Feinheiten rumdoktern.

Daher ist es allerhöchste Zeit, dass 2021 endlich die Tierschutzpartei (PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ) in den Bundestag einzieht und den großen Parteien mehr Druck machen kann. Bitte unterstütze uns dabei durch deine Unterschrift! Hier findest du auch mehr zur Bundestagswahl 2021 und zu unserem Wahlprogramm.