Bernd Kriebel

Vorsitzender des LaVos Rheinland-Pfalz & Spitzenkandidat für die Bundestagswahl

Als jüngstes Kind einer Großfamilie bin ich 1964 in einer Mannheimer Arbeitersiedlung geboren. Meine Eltern, beide durch ihre Erlebnisse in einem ebenso grausamen wie sinnlosen Krieg geprägt, waren ausschlaggebend für mein Engagement in der Friedensbewegung und für meine spätere Entscheidung, Zivildienst zu leisten. Da ich ursprünglich den Wunsch hatte, als Entwicklungshelfer zu arbeiten, habe ich eine Berufsausbildung und später die Meisterprüfung zum Industriemeister, Fachrichtung Elektrotechnik, absolviert.
Unmittelbar nach meinem Zivildienst habe ich in einem Altenheim gearbeitet, sodass ich für die Menschen, die diesen schweren Beruf ausüben, große Achtung empfinde. Seit den 90er Jahren arbeite ich nun bei einem kommunalen Energieversorger als technischer Angestellter in den Bereichen Kraftwerkstechnik, regenerative Energieerzeugung und Energiedaten-Management. Ich war viele Jahre Bezirksbeirat in Mannheim und mehr als 10 Jahre als Schöffe am Verwaltungsgericht in Karlsruhe ehrenamtlich tätig.
Aufgrund meiner beruflichen Erfahrungen von über 30 Jahren in der Energiewirtschaft, weiß ich, dass es möglich ist Deutschland in einem Zeitraum von weniger als 10 Jahren zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie zu versorgen. Nach meiner Überzeugung sind der Klimawandel und die Pandemie sowie die Ernährung der Weltbevölkerung die zwei Seiten einer Medaille und können nur als Ganzes betrachtet und gelöst werden. Wenn man schon nicht aus ethischen Gründen auf den Verzehr von tierischen Produkten verzichtet, so sollte man es zumindest aus Vernunftgründen tun. Denn der Klimawandel kann nur dann aufgehalten werden, wenn die Massentierhaltung so schnell wie möglich beendet wird. Wir benötigen eine Neuausrichtung in der Agrar- und Umweltpolitik.
Ich möchte, dass Rheinland-Pfalz Vorreiter in der Klima- und Umweltpolitik wird. Die Massentierhaltung und der damit verbundene Tiertransport müssen einschränkt und langfristig verboten werden. Tiere sind keine Sache; sie haben genau wie wir Menschen unveräußerliche Rechte, wie das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Dies sollte im Grundgesetz und in der Landesverfassung verankert werden. Dafür möchte ich mich als Abgeordneter des Bundestages stark machen.