Naturschutz ist kein Luxus. Jeder trägt Verantwortung!

Die Erde ist in einem miserablen Zustand“, sagte Jane Goodall im Juni 2019 bei einem Interview in München, als sie gefragt wurde, warum sie sich nicht zur Ruhe setze.

Die PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ setzt sich konsequent für Naturschutz ein. Obwohl inzwischen auch auf Bundesebene regierende Parteien Umweltthemen in ihr Programm aufgenommen haben, nehmen die Probleme wie Flächenverbrauch, Artensterben und Verschmutzung der Meere nicht ab, sondern sogar zu, da andere Interessen weiterhin vorrangig gesehen werden.

Jane Goodall, der wir grundlegende Erkenntnisse zu Schimpansen zu verdanken haben, da sie ihr Verhalten in deren natürlichem Lebensraum seit den 60er Jahren erforschte, ist inzwischen 85 Jahre alt und reist unermüdlich als Botschafterin für den Artenschutz durch die Welt.

Ein sofortiges Handeln sei nötig, um die derzeitige Entwicklung noch beeinflussen zu können. Die Politik sei gefragt, aber auch jeder Einzelne könne etwas tun, sagt sie im Interview:

„Die Bevölkerung hat durchaus Einfluss auf die Politik und kann durch Demonstrationen und Wahlen Druck aufbauen. Unabhängig davon können Verbraucher mit dem, was sie kaufen, direkt etwas verändern und beispielsweise die Macht großer Firmen eindämmen, die umweltschädlich produzieren: Wenn man die Art und Weise nicht mag, wie eine Firma ihre Produkte herstellt, darf man diese nicht kaufen. Verbraucher haben große Macht.“

Dass die Aussagen von Naturschützern wie Jane Goodall keine „Panikmache“ sind, wie gerne unterstellt wird, zeigt der aktuelle UNO-Weltbericht zur Lage der Natur. Er wurde von 125 Wissenschaftlern über drei Jahre erarbeitet.

Die Ergebnisse bestätigen, dass unsere Politik die Lage immer noch völlig falsch einschätzt, wenn sie Naturschutz als eine Luxusaufgabe betrachtet, die den ökonomischen Interessen entgegengesetzt ist:

„Jedem Erdbewohner – und dem ganzen Planeten – droht durch unser rücksichtloses, rein kurzfristiges Wirtschaften eine Verarmung von epochalem Ausmaß. Wir sind dabei, Reichtum, der über Millionen Jahre entstanden ist, zu vernichten.“

„Wir führen ganze Ökosysteme, von denen unsere Ernährung, unser Schutz vor Naturkatastrophen und unsere Versorgung mit neuen Medikamenten abhängen, blindlings in die Insolvenz. Mehr noch, wir verhalten uns wie Kriminelle, die nicht nur anderen Lebensformen, sondern sogar ihren eigenen Kindern das wegnehmen, was sie zum Leben brauchen.“

Nachfolgend finden Sie zwei lesenswerte Artikel über den UNO-Bericht und über das Interview mit Jane Goodall:
https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/artenschutz-ipes-bericht-zeigt-wir-sind-auf-dem-weg-in-die-oekologische-insolvenz-a-1265939.html
https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/jane-goodall-was-die-schimpansen-forscherin-von-fridays-for-future-haelt-a-1273985.html

Dr. Susanne Wittmann