Der 38. Bundesparteitag der Partei Mensch Umwelt Tierschutz am 10.06.2018 stand ganz im Zeichen der Vorstands- und Europawahlen.

Nach der Entlastung des alten Vorstandes und der Bearbeitung diverser Anträge wurden die vakanten Beisitzer-Positionen im Bundesvorstand nachgewählt. Die Parteibasis schenkte fünf Mitgliedern ihr Vertrauen und wählte Katja Laaser, Johanna Schubert, Robin Margic, Artur Kalka und Dietrich Rink, womit der Vorstand wieder gestärkt und breit aufgestellt ist.

Direkt nach der Mittagspause stand die Wahl der Kandidierenden zum 9. Europäischen Parlament auf der Tagesordnung.

Mit 19 engagierten Kandidat*innen für die zu vergebenen Listenplätze stand der Basis eine sehr zeitintensive Vorstellungsrunde und Befragung der Kandidierenden bevor.

Nach dem ersten Wahlgang, in dem die Mitglieder entschieden, dass sie 13 Kandidat*innen auf der Liste zum EU-Parlament sehen wollten, wurden die einzelnen Listenplätze gewählt:

Auf Platz 1 kandidierte der Mittelstandsfachwirt Martin Buschmann aus Neu Wulmstorf, stellvertretender Generalsekretär und Leiter des Bundesarbeitskreises Internationale Angelegenheiten, und wurde mehrheitlich gewählt.

Auf Platz 2 kandidierte Robert Gabel aus Greifswald in Vorpommern, Bundesvorsitzender und Politikwissenschaftler, und wurde ebenfalls mehrheitlich gewählt.

Die Pädagogin Patricia Kopietz aus Niefern-Öschelbronn in Baden-Württemberg, Bundesgeschäftsführerin und Leiterin des Bundesarbeitskreises Jagd & Angeln, wurde bei der Wahl für Platz 3 gewählt und rundet somit die Spitzenpositionen ab.

Außerdem wurden gewählt:

Platz 4: Sandra Lück aus Vettweiß/NRW

Platz 5: Dr. Jessica Frank aus Tiefenbronn/BaWü

Platz 6: Sonia-Ellen Hoesl aus Freiburg/BaWü

Platz 7: Helmut Wolff aus Nürnberg/Bayern

Platz 8: Katja Laaser aus Bad Klosterlausnitz/Thüringen

Platz 9: Horst Wester aus Ehingen/Bayern

Platz 10: Sascha Stinder aus Wuppertal/NRW

Platz 11: Johanna Schubert aus Hamburg

Platz 12: Stefan Kolodziej aus Calden/Hessen

Mit dieser Kandidat*innenliste blickt die Partei motiviert auf die kommende Aufgabe der bundesweiten Sammlung von 4.000 Unterstützungsunterschriften, um an der Europawahl 2019 teilnehmen und in den Wahlkampf gehen zu können, so dass eine ethische Alternative zu den etablierten Parteien auf dem Stimmzettel steht.

Dank einer disziplinierten und konzentrierten Mitarbeit aller Beteiligten konnte die Versammlung nach einem anstrengenden, aber erfolgreichen Tag um 19.02 Uhr geschlossen werden.

 

  

 

 

Tierschutzpartei: 3 Sitze aus Deutschland für Tierschutz, Umwelt und Menschenrechte im Europaparlament

 

 

 

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz – auch unter der Kurzbezeichnung Tierschutzpartei bekannt – wählte auf ihrem 38. Bundesparteitag in Kassel das Dreierteam aus dem Mittelstandsfachwirt Martin Buschmann, dem Politologen Robert Gabel und der Pädagogin Patricia Kopietz für die aussichtsreichen Listenplätze zur Europawahl 2019. Ergänzt wird das Team auf der Liste durch weitere neun Kandidierende, die durch ihre fachlichen und persönlichen Kompetenzen den Wahlkampf maßgeblich mitgestalten wollen.

 

Die Tierschutzpartei möchte vorrangig mit den Themen Tierschutz und Tierrechte, Umweltschutz und Artenvielfalt sowie Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit die Wahlberechtigten in Deutschland für die Idee gewinnen, dass die Stimmlosen und Schwächsten eine politische Vertretung in Brüssel und Straßburg benötigen. Millionen von empfindsamen Tieren werden europaweit unter qualvollen Bedingungen gehalten, transportiert und getötet. Die EU als wichtigster Gesetzgeber duldet diese Verstöße gegen alle Tierschutzvorgaben nicht nur, sondern gibt jedes Jahr rund 60 Milliarden Euro für die Agrarindustrie aus, darunter viele Betriebe und sogar Großkonzerne mit Massentierhaltung. Folge dieser falschen Agrarpolitik ist nicht nur die steigende Gefahr von Epidemien und multiresistenten Keimen, sondern etwa auch massiver Rückgang der Artenvielfalt, Boden- und Trinkwasserprobleme sowie Regenwaldrodungen für Tierfutterimporte.

 

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz will insbesondere einen Agrarwandel vorantreiben weg von der Stützung umweltschädlicher, riskanter und quälerischer Tierhaltung und Monokultur hin zur Förderung von tierleidfreier, umweltverträglicher und gesunder Landwirtschaft. Ebenso sind soziale Gerechtigkeit, die Wahrung der Menschenrechte, Friedenspolitik, Transparenz und mehr Mut zu demokratischer Mitbestimmung wichtige Ziele.

 

Insgesamt kämpfen derzeit Tierschutzparteien in elf EU-Mitgliedsstaaten für eine Korrektur der europäischen Politik hin zu mehr Mitgefühl und Achtung vor jedem empfindungsfähigen Lebewesen.

 

 

v.l.n.r.: Robert Gabel, Patricia Kopietz, Martin Buschmann