Über den BAK „Tiere in der Unterhaltungsbranche“

Der BAK „Tiere in der Unterhaltungsbranche, kurz TidU, spricht sich klar gegen jede kommerzielle Ausbeutung von Tieren in der Unterhaltungsindustrie aus. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es um Zirkusse, Delfinarien, Zoo´s, Mäusekarussells oder auch Stierkämpfe geht. Anhand von 6 Punkten, möchten wir vorerst, die Branche „Zirkus“ beleuchten.

Fakten über Zirkusse und die Tiere, die in ihnen leben müssen:

1. Permanentes Reisen:

Zirkustiere sind dazu verdammt bis zu 50 Mal im Jahr in engen Transportkäfigen und LKW-Waggons, mit dem jeweiligen Zirkus, den Standort zu wechseln um durch ihre „Kunststücke“ Geld in die Zirkuskassen zu spülen. Dies bedeutet, dass manche Tiere 50 Wochen im Jahr unter Dauerstress und Unruhe stehen. Oft sind die Gegebenheiten des jeweiligen Gastspielortes alles andere als auch nur im Entferntesten Art- oder Tiergerecht. Am Beispiel der Papageien von Circus Krone, haben die Vögel keinerlei Schutz vor Wind und Wetter. Sowohl bei Minusgraden, als auch bei Temperaturen weit über 30°C sind sie in ihrer Voliere der Witterung ausgeliefert.

2. Wilderei – Woher kommen die Tiere?

Am Beispiel von Elefanten kann mit Sicherheit gesagt werden, dass 69 von 70 Zirkuselefanten aus deutschen Zirkusbetrieben Wildfänge sind. Die Meisten von ihnen werden als Babys, während einer Jagd, ihren Müttern entrissen und dann in sogenannten „Trainingscamps“ zum Zirkustier „ausgebildet“. Wir nennen es den Willen des Tieres brechen!

3. Tierquälerei

Auch wenn es oft geleugnet wird, so beweisen Insider-Informationen, dass bei der Dressur von Löwen, Bären, Elefanten, Hunden, Katzen und anderen Tieren, Peitschen, Stöcke, Elektroschocker und Elefantenhaken zum Einsatz kommen. Die Tiere würden die vorgeführten Kunststücke niemals freiwillig machen und da es sich um Wildtiere handelt, funktioniert hier auch das sogenannte Belohnungssystem nicht. Daher müssen die Tiere mit Gewalt, hartem Drill und Schlägen „trainiert“ werden. Die meisten Kunststücke erfolgen demzufolge ausschließlich aus Angst vor Bestrafung!

4. Vermittlung von falschen Werten, Ethikvorstellung und Moral

Der Besuch im Zirkus, welcher im 21. Jahrhundert nach wie vor auf die Tierdressur setz, kann gerade bei Kindern ein völlig falsches Bild erzeugen und zudem die Empathie mindern. Bei Kindern kann durch einen solchen Besuch leicht der Eindruck entstehen, dass Tiere, gleich welcher Spezies, für uns Menschen ausschließlich zu einem egoistischen Zweck existieren: Zur Belustigung, Versklavung und zu unserer Unterhaltung. Zudem wird auch vermittelt, dass der Mensch, möchte er etwas, die Anwendung von Gewalt als völlig legitimes Mittel zum Erreichen seines Zieles ansieht, da selbst während der Vorstellung in der Manege, oder auch schlicht beim Ritt auf einem Pony im Ponykarussell, Peitschen und Gerten zur Bändigung oder dem Antrieb der Tiere, verwendet werden.

5. Schmerzen

Am Beispiel der Elefanten ist das Thema Schmerz am greifbarsten, denn die meisten Elefanten eines Zirkus, werden ihr gesamtes Leben und dies zudem jede Nacht, an einem, meist aber an zwei Beinen, fixiert. So entstehen Schmerzen, Gelenkprobleme und in einigen Fällen führt dies sogar zu einem früheren Tod.

6. Das Festhalten an einer nicht mehr gewollten „Tradition“

2014 gab die Tierrechtsorganisation PETA eine repräsentative „Forsa Umfrage“ in Auftrag. Auszug aus dem Ergebnis und dem veröffentlichten Text, auf der Internetseite von PETA: „Deutsche sehen Wildtierhaltung im Zirkus immer kritischer: PETA Deutschland e.V. veröffentlicht heute eine forsa-Umfrage, die sich mit der Wildtierhaltung in Zirkussen auseinandersetzt. Laut einer Erhebung des renommierten Meinungsforschungsinstituts vertreten mittlerweile 82 Prozent der Deutschen die Auffassung, dass exotische Wildtiere dort nicht artgerecht gehalten werden können. Die repräsentative Umfrage wurde am 19. und 20. Mai 2014 im Auftrag der Tierrechtsorganisation durchgeführt. Im Hinblick auf das eindeutige Ergebnis appelliert PETA an die CDU/CSU-Fraktion, ihre Blockadehaltung bezüglich eines Wildtierverbots im Zirkus endlich aufzugeben.

„Eine überwältigende Mehrheit der Deutschen hat das Leid der exotischen Wildtiere im Zirkus erkannt. Enge Käfige, Dressuren mit der Peitsche und der Anblick gebrochener Kreaturen rufen heutzutage nur noch Mitleid hervor“, so Diplom-Zoologe Peter Höffken, Wildtierexperte bei PETA Deutschland e.V.

Mehr als tausend Deutschen wurde im Rahmen der Umfrage folgende Frage von den Meinungsforschern gestellt: „Können exotische Wildtiere Ihrer Einschätzung nach in einem reisenden Zirkusunternehmen artgerecht gehalten werden oder ist das nicht möglich?“

Deutschland gehört in Europa mittlerweile zu den Schlusslichtern, wenn es um den Schutz von Tieren im Zirkus geht. Siebzehn europäische Länder – wie zum Beispiel Belgien, Österreich und Griechenland – haben aus Tierschutzgründen besonders sensible Tierarten im Zirkus verboten. Neben PETA spricht sich auch die Bundestierärztekammer für ein Wildtierverbot im reisenden Zirkus aus. 2003 und nochmals Ende November 2011 hat der Bundesrat in zwei Entschließungsanträgen ein grundsätzliches Verbot von Wildtieren im Zirkus gefordert.“


Quelle: Pixabay

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Fotoquelle: Peta

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Die „Internationale Stierkampf-Vereinigung“ hat offiziell den Antrag bei der UNESCO eingereicht, dass der Stierkampf zum Weltkulturerbe erklärt werden soll.

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Die Bürgerschaft der Universitäts- und Hansestadt Greifswald beschloss dank eines Antrags der Tierschutzpartei vor einigen Monaten ein Wildtierzirkus-Verbot auf städtischen Flächen. Insbesondere aus Gründen der öffentlichen Sicherheit, aber auch um das Thema Tierschutz zu forcieren. Aber was ist mit Reptilien?

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