Foto: Manfred Holst

Leitgedanken

Tierschutz und Tierrechte: Auch wenn wir noch recht klein sind – diese Themen werden bei uns ganz groß geschrieben!

 

In Deutschland leben zurzeit rund 13 Millionen Rinder, 27 Millionen Schweine, 22 Millionen Kaninchen, 3 Millionen Schafe, 160.000 Ziegen, 54 Millionen „Masthühner“, 50 Millionen „Legehennen“, 10 Millionen Puten, 2,6 Millionen Enten, 400.000 Gänse und eine nicht bekannte Zahl von „Zuchtfischen“. Daneben wird eine nicht genau bekannte Zahl von Nerzen, Chinchillas und Füchsen zur Pelzgewinnung gehalten. Hinzu kommen einige Millionen Tiere – Mäuse, Ratten, Kaninchen, Hamster, Vögel, Amphibien, Schweine, Rinder, Hunde, Schafe, Katzen, Hunde und Affen – in Tierversuchslaboren. In 350 Zirkusunternehmen und in 300 zoologischen Gärten und Wildparks werden Tausende Wildtiere gehalten. Geschätzte 90 Millionen Heimtiere leben in bundesdeutschen Haushalten und in Tierheimen. Und natürlich gibt es in Wald und Flur noch viele Wildtiere in Freiheit.

All diese Tiere brauchen engagierte Menschen, die sich für ihren Schutz einsetzen. Wir werden nicht nachlassen, uns in der Gesellschaft und in der Politik für sie stark zu machen. Tierschutz um der Tiere willen, aber auch deshalb, weil konsequenter Tierschutz den besten Menschenschutz und Umweltschutz bedeutet!

Wenn alle so denken wie wir, ist Friede und Freundschaft zwischen Mensch und Tier!

Wir gehen davon aus, dass die Evolution all die unterschiedlichen Lebensformen auf unserem Planeten hervorgebracht hat, und dass alle Lebewesen einen gemeinsamen Ursprung haben. Wir sind deshalb der Überzeugung, dass auch die Unterschiede zwischen Mensch und Tier nur gradueller und nicht essentieller Natur sind, und dass diese Unterschiede wie etwa der Körperbau, die Anzahl der Beine, die Farbe und Beschaffenheit der Haut oder des Haarwuchses oder die Fähigkeit zu komplexem Denken oder der Gebrauch einer Sprache keine ausreichenden Begründungen sind, Tiere auszubeuten, zu misshandeln oder zu töten. Wir sind der Überzeugung, dass die ähnlichen elementaren Lebensinteressen und arteigenen Präferenzen und die Fähigkeit Schmerz oder Wohlsein bzw. Leid oder Glück zu empfinden und die Einzigartigkeit ihres Lebens und ihrer individuellen Erlebnisse es verbieten, gravierende Unterschiede in unseren Wertsetzungen und unserer moralischen Berücksichtigung zwischen Menschen und Tieren zu machen. Tiere sind nicht als bloße Werkzeuge oder reproduzierbare Ressourcen anzusehen und sollten nicht als solche missbraucht werden. Deshalb sollten die Interessen und Bedürfnisse bewusst lebender und nach Präferenzverwirklichung strebender, leidens- und empfindungsfähiger Individuen nicht für triviale Interessen des Menschen übergangen werden. Wir sind der Meinung, dass ohne absolut zwingende Notwendigkeit der Mensch keine ethisch vertretbare Legitimation hat, Tiere auszubeuten oder zu töten und dementsprechend darauf verzichten sollte.

Deshalb hat Tierschutz in unserer Partei schon immer einen besonders hohen Stellenwert eingenommen. Wir sind nicht umsonst die erste und einzige Partei in der Bundesrepublik Deutschland, die sich gleichermaßen konsequent für Menschen, Tiere und Umwelt einsetzt – und dies seit der Gründung unserer Partei im Jahre 1993.

Durch die unermüdlichen Aufklärungsarbeit und zahlreichen Initiativen der Tierschutzverbände und Tierrechtsorganisationen, aber auch dank unseres politischen Engagements in den letzten 15 Jahren ist der Tierschutzgedanke heute zwar in unserer Gesellschaft angekommen, hat aber bei den etablierten Parteien leider immer noch einen marginalen Stellenwert.

Die Verankerung des Tierschutzes im Grundgesetz hat die Rechtsstellung für die Tiere zweifellos verbessert, aber von einer tierfreundlichen Gesellschaft – geschweige denn von der Anerkennung elementarer Rechte der Tiere sind wir noch sehr weit entfernt.

Deshalb bleiben wir am Ball!