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Die Seite wurde aktualisiert am: 14.05.2013


Neue Sperrklausel für EU-Wahl

Demokratieverständnis bei etablierten Parteien: Fehlanzeige!

Nun ist es fast „amtlich“. Die etablierten Parteien - mit Ausnahme der Partei Die Linke – wollen eine 3 %-Sperrklausel für die Europa-Wahl beschließen. Das neue Wahlgesetz dürfte auch die Hürde Bundesrat spielend nehmen – man ist sich ja einig, wenn es um die Mandate in Brüssel geht. Da machen auch die Grünen keine Ausnahme!

Dass es schlecht um das Demokratieverständnis der etablierten Parteien bestellt ist, hat sich damit wieder einmal bewahrheitet!

Für die kleinen Parteien ist eine neue Sperrklausel ein herber Rückschlag, denn die Hürde von 3 % ist aller Voraussicht nach für sie kaum zu schaffen. Aber wer weiß, vielleicht zeigen viele Wählerinnen und Wähler den „Etablierten“ die rote Karte für ihr seltsames Demokratieverständnis und geben ihre Stimmen den kleinen Parteien.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz wird bei der EU-Wahl trotzdem einen harten Wahlkampf führen, um einerseits die Wählerinnen und Wähler dieses Landes über die vielen „Baustellen“ in der Politik der etablierten Parteien aufzuklären und um unsere eigene Sichtweise einer ethisch fundierten EU-Politik deutlich zu machen.

Web-Redaktion: 17.05.2013


Der schöne Schein trügt

Wie sich die Reichen an den Armen bereichern

Wir leben offenbar im Zeitalter der Entzauberung! Da rühmt sich zum Beispiel die Deutsche Bank der „Leistung aus Leidenschaft“, betreibt aber wohl eher illegale Transaktionen „aus Leidenschaft“! Der Hoeneß Uli mutiert vom Vorzeigepräsidenten zum Steuerbetrüger und stürzt sich damit selbst vom Sockel. Und nun, wer hätte das gedacht, entpuppt sich Daimler aus der superreichen Nobelkarosserie-Branche als mieser Ausbeuter von Leiharbeitern und betreibt Lohndumping.

Drei Beispiele aus der „feinen Gesellschaft“, die mühelos fortgesetzt werden könnten.

Offenbar kann man heutzutage nur durch „Undercover-Recherche“ die Wahrheit hinter den glitzernden Kulissen erkunden! Wie in der Dokumentation „Hungerlohn am Fließband“ (13. 05, ARD) zu erfahren war, nahm der Journalist Jörg Rose - im Stil von Günter Wallraff - die Identität eines einfachen Schichtarbeiters an, bewarb sich, als Vater von vier Kindern, bei Daimler und wurde von der Leiharbeitsfirma Preymesser unter Vertrag genommen. Die aber fährt offenbar mittlerweile doppelgleisig: Nachdem für Leiharbeit höhere Löhne erstritten worden waren, erfand man den an Billigkeit kaum zu unterbietenden „Werksvertrag“, eingeführt auch vom raffgierigen Daimler-Konzern.

Mit versteckter Kamera dokumentierte Rose seinen Arbeitsalltag: Bis an den Rand der täglichen Erschöpfung hatte er ohne Ende superschwere Zylinderköpfe aus- und wieder einzupacken – für 8,19 Euro die Stunde. Lohndumping in Reinkultur! Entgegen den gesetzlichen Vorschriften arbeitete er als „Billiglöhner“ eng mit der - die gleiche Arbeit verrichtenden - Stammbelegschaft zusammen, laut Gesetz eine „unerlaubte Arbeitnehmer-Überlassung“ und damit Sozialversicherungsbetrug, so der renommierte Arbeitsmarktforscher Professor Stefan Sell. Der Grundsatz „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ – hier wird er zur Farce.

Billiglöhner als Arbeiter zweiter Klasse: So behandelt z. B. der Betriebsarzt nur bei der Stammbelegschaft die gravierenden Rückenprobleme aufgrund der schweren Arbeit, denn nur mit ihnen werden Leistungsvereinbarungen getroffen. Sparen auf Teufel komm raus! Und dies auf dem (kaputten) Rücken der billig Entlohnten (hier passenderweise im Wortsinne...).

Ein besonderes Kapitel ist die äußerst unterschiedliche Entlohnung. So verdient eine junge Frau mit einer 35-Stunden-Woche 3 577,- Euro monatlich; dazu kommen noch etliche Zuschläge. Dem „armen Schlucker“ mit Werksvertrag bleiben gerade einmal netto 991,- Euro von seinem Lohn. Die Folge: Analog dem Harz-IV-Aufstockermodell zahlt der Staat (= der Steuerzahler!) jeweils 1 550,- Euro monatlich drauf. Mit anderen Worten: Daimler lässt sich vom Steuerzahler subventionieren! Ein Skandal der Extraklasse.

Die Politik beteiligt sich also an solch anrüchigen Geschäften und unterstützt die Lohndumping-Strategie (und damit ihre Ausweitung) mit sage und schreibe 8,7 Milliarden Euro Steuergeldern. Wen wundert´s, wenn die berühmte Schere zwischen Arm und Reich dank Schwarz-Gelb immer weiter auseinandergeht!

Das soziale Gefüge gerät auf diese Weise mehr und mehr ins Wanken und droht auseinanderzubrechen, wenn auf der einen Seite die Gewinne gigantische Höhen erreichen und auf der anderen die Löhne immer weiter gedrückt werden. Die Folge ist modernes Tagelöhnertum, ist die Versklavung eines großen Teils der Bevölkerung.

Daimler will seinen Gewinn von 8 Milliarden Euro auf 9 Milliarden steigern. Der Stolz des Steuerzahlers, dass er einem Nobelkonzern dabei zu Diensten sein darf, dürfte sich in Grenzen halten.

Web-Redaktion: 17.05.2013

Bildquelle: HDGF Archiv


Menschen lernen nur aus Katastrophen – oder auch nicht…

Auf dem Weg zur Fair-Trade-Kleidung

Nach dem Einsturz eines Fabrikgebäudes in Bangladesch mit mehr als 1100 Toten wollen jetzt führende Handelskonzerne der Textilbranche ihre bisherige Einkaufsstrategie überdenken. Unter dem Eindruck der Katastrophe schlossen sich die meisten der großen Handelsketten - darunter H&M, C&A, Tschibo, Primark, Aldi, Zara, Benetton und Abercrombie & Fitch - einem Abkommen an, das Mindeststandards hinsichtlich Brandschutz und Sicherheit in den Fabriken von Bangladesch zum Inhalt hat.

Der US-Konzern Gap und Walmart - das weltgrößte Einzelhandelsunternehmen - hat sich bislang geweigert, dem Abkommen beizutreten. Die Konzern-Bosse scheinen nichts aus der Katastrophe in Bangladesch gelernt zu haben und bleiben ihrem profit-orientiertem Denken verhaftet: „Money makes the world go around.“

Bis man jedoch bei uns wirkliche Fair-Trade-Kleidung in den führenden Handelskonzernen kaufen kann, wird es wohl noch ein weiter Weg sein. Aber der Anfang ist gemacht…

Web-Redaktion: 16.05.2013


Demo in Madrid am 11.05.2013

Folter ist keine Kultur – für eine Kindheit ohne Gewalt

Am vergangenen Samstag fand vor den Toren der Madrider Stierkampfarena Las Ventas eine von der spanischen Plattform La Tortura No Es Cultura (Folter ist keine Kultur) organisierte Demonstration unter dem Motto “Für eine Kindheit ohne Gewalt” statt, um gegen die Erklärung des Stierkampfs zum Kulturgut zu protestieren.

Geboten wurde ein buntes Kulturprogramm für Erwachsene und Kinder. Für gute Stimmung u.a. sorgten die Bands “Mayor Arcana” und “Bahía Cochinos” sowie der Zauberer Javier Sanz. Während des Events wurde eine Erklärung verlesen und die Genehmigung der Volksinitiative der Stierkampflobby (Iniciativa Legislativa Popular, kurz ILP), die mehr als 5 000 000 Unterschriften in ganz Spanien gesammelt hatte, mit der Forderung den Stierkampf zum Kulturgut zu erklären, auf das Schärfste kritisiert. Diese Initiative weist “zahlreiche Unregelmäßigkeiten” auf, sollte der Stierkampf der jetzt schon staatliche Subventionen von 600 Millionen Euro erhält, zum Kulturgut erklärt werden, würde er noch mehr öffentliche Gelder erhalten.

“Das Bedenklichste ist aber, dass das Gesetz Programme zur Indoktrinierung von Kindern und Jugendlichen mit praktischem Stierkampfunterricht vorsieht, bei denen man ihnen lehren will, dass jemand, der auf einem Platz ein Tier bis zum Tode foltert, ein Held ist”.

Am Ende der friedlich verlaufenen Veranstaltung wurde ein riesengroßes Transparent mit der Aufschrift “La Tortura No Es Cultura” ausgebreitet und die Sopranistinnen Ana Fernaud und Milagros Poblador sangen “Il canto della terra” von Andrea Bocelli.

Der Stierkampf in Spanien befindet sich in einer tiefen Krise, um ihn vor seinem Untergang zu schützen, soll er zum Kulturgut erklärt werden, mit dem Ziel, den Stierkampf zu fördern und zu schützen.

Stierkampf soll an Schulen und Universitäten unterrichtet werden, um den Kindern und Jugendlichen zu lehren, die Folter eines Lebewesens zu lieben. Eine neue Generation von Stierkampffans soll geschaffen werden.

Obwohl Spaniens Bürger gegen die Förderung von Stierkämpfen durch öffentliche Gelder sind, wurden schon alleine in der autonomen Gemeinschaft Madrid 13 000 Schüler in die Madrider Stierkampfarena las Ventas gekarrt. Die Partei PSM (Partido Socialista de Madrid) kritisiert, dass diese Veranstaltungen mit ca. 350 000 Euro subventioniert wurden, mit Geldern die für Programme gegen Jugendarbeitslosigkeit bestimmt sind.

Das wird aus Spanien: Kinder die in Stierkampfschulen lernen, dass derjenige der ein Tier während 20 Minuten zur puren Unterhaltung zu Tode foltert, ein Held ist. Dies obwohl aktuellen Studien von führenden internationalen Psychiatern wie Dr. JP Richier zeigen, wie schädlich dies für die psychologische und moralische Entwicklung und den Aufbau einer zunehmend gewaltfreieren Gesellschaft ist.

Ferner stehen nicht nur Besuche von Stierkampfzuchten, sondern auch Unterricht in Stierkampfschulen auf dem Programm, d.h. Kinder werden Stierkampf an lebenden Kälbern üben und laufen zudem dabei noch Gefahr selbst verletzt zu werden.

Die absolut Krönung ist die Webseite der skrupellosen Stierkampflobby “Toros para niños”, (Stiere für Kinder) www.torosparaniños.es, die zeigt, wie viel Geld und Energie investiert wird, um Kinder in die Stierkampfarenen zu locken.

Ein weiterer Teil der Strategie ist die Rückkehr der Übertragung von Stierkämpfen im Nachmittagsprogramm des staatlichen Fernsehens. Dies war früher verboten, wurde aber mit dem Regierungswechsel von der Volkspartei rückgängig gemacht.

Die Stierkampflobby setzt alles daran, Stierkampfspektakel in andere Länder zu exportieren, in den USA werden in diesem Jahr Stierrennen wie in Pamplona stattfinden! Eines von vielen Beweisen, dass Stierkampf nichts weiter als ein blutiges Geschäft unter dem Deckmantel von Kunst und Kultur ist, das mit allen Mitteln vor dem Untergang bewahrt werden soll.

Bitte lesen Sie den ausführlichen Bericht über die neue Strategie der Stierkampflobby:

The New Strategy to Create a New Generation of Bullfighting Fans: The Bullfighting Foul Game (Zum Bericht)

Web-Redaktion: 15.05.2013


"March Against Monsanto"

Weltweite Demonstrationen gegen Monsanto am 25.05.2013

Am 25. Mai 2013 werden sich Aktivisten auf der ganzen Welt vereinen, um gegen Monsanto zu marschieren.

Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Monsantos gentechnisch veränderte Lebensmittel zu schweren gesundheitlichen Schäden wie die Entwicklung von Krebstumoren, Unfruchtbarkeit und Missbildungen führen können.

Wann und wo? Am Ende des Video: (Informationen + Video unbedingt ansehen!)

Web-Redaktion: 15.05.2013


Jugendarbeitslosigkeit steigt weltweit

Fatale Folgen…

Arbeitslosigkeit kann jeden treffen. Wer schon einmal arbeitslos war, kann ein Lied davon singen, wie es sich anfühlt, am Rande der Gesellschaft zu stehen, und mit welchen alltäglichen Herausforderungen man zu kämpfen hat.

Derzeit sind vor allem Jugendliche in den Euro-Krisenländern wie Griechenland und Portugal von der steigenden Arbeitslosigkeit betroffen. Laut Angaben der Vereinten Nationen nimmt die Jugendarbeitslosigkeit weltweit zu - allerdings nicht überall so dramatisch wie in oben genannten Ländern.

Wie das Statistische Amt (Elstat) in Piräus in diesem Monat mitteilte, sind in Griechenland 64 Prozent der jungen Menschen unter 24 Jahren erwerbslos; mit anderen Worten - nur etwa jeder dritte Jugendliche hat eine Arbeitsstelle. Auch in Portugal waren von Januar bis März 2013 rund 42 Prozent der unter 24-Jährigen arbeitslos gemeldet.

Laut einem gerade veröffentlichen Bericht der Internationale Arbeitsorganisation (ILO) liegt die Jugendarbeitslosigkeit 2013 weltweit bei durchschnittlich 12,6 Prozent nach 12,4 Prozent im Vorjahr. 73,4 Millionen der 15- bis 24-Jährigen sind demnach 2013 arbeitslos. Verglichen mit Griechenland und Portugal steht Deutschland noch „gut“ da. Bei uns liegt die Jugendarbeitslosigkeit unter 10 Prozent.

Trotzdem darf die deutsche Regierung das Problem der zunehmenden Jugendarbeitslosigkeit in den Krisenländern Europas nicht auf die leichte Schulter nehmen und durch restriktive Forderungen nach Schuldenabbau in diesen Ländern sogar noch vergrößern.

Die zunehmende Zahl von Jugendlichen, die ohne Einkommen und Zukunftsperspektiven sind, birgt einen immensen sozialen Zündstoff. Abgesehen von Massendemonstrationen mit bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und den Demonstranten, besteht die Gefahr, dass sich die arbeitslose Jugend rechtspopulistischen Parteien zuwendet. Damit bedroht die Arbeitslosigkeit der jungen Menschen in Europa auch die Grundfeste unserer Demokratie! Und abgesehen davon, beschleunigt sie den wirtschaftlichen Niedergang der betroffenen Länder, denn wie soll der Binnenmarkt sich stabilisieren, wenn ein Großteil der Bevölkerung zunehmend verarmt.

Die wirtschaftliche Abwärtsspirale wird weitergehen, solange man den Weg des Sparens „um jeden Preis“ zum Abbau der Staatsschulden beibehält.

Web-Redaktion: 10.05.2013


Der Preis der Billigkleidung

Gedanken zum Fabrikeinsturz in Dhaka am 24.04.2013

Die Zahl der Toten nach dem Einsturz eines Fabrik- und Geschäftshauses in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka ist auf mehr als 600 gestiegen.

Die Katastrophe gilt als schlimmster Industrieunfall in der Geschichte des Landes und führt uns einmal mehr vor Augen, wie menschen- und umweltverachtend die Bedingungen in der dortigen Bekleidungsindustrie sind. Seit langem weiß man, dass bei der Herstellung häufig giftige Farbstoffe und Chemikalien zum Einsatz kommen, die den Arbeitern/innen und der Umwelt stark zusetzen. Die Näher/innen arbeiten unter schlimmsten Arbeitsbedingungen bis zu 70 Stunden in der Woche für einen Hungerlohn. Die Sicherheitsvorkehrungen hinsichtlich der Produktionsstätten entsprechen nicht westlichen Standards und sind mehr aus unzureichend, was die Katastrophe am 24.04.2013 wieder einmal bestätigt hat.

Weil der größte Teil unserer Kleidung aus Ländern wie Bangladesch, Indien und China stammt, kommen auch immer wieder internationale Konzerne in die Kritik, die in diesen Billiglohn-Ländern produzieren lassen, obwohl sie über die unzureichenden Sicherheitsvorschriften, die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen und die Billiglöhne (häufig auch Kinderarbeit) Kenntnis haben.

Es wurde bekannt, dass die Rettungskräfte unter den Trümmern Textilien mit Etiketten von bekannten Modeketten wie Kik, Primark, Mango und Benetton gefunden haben.

Hunderttausende Textilarbeiter/innen sind in Bangladesch auf die Straße gegangen und protestierten lautstark und zum Teil gewaltsam gegen die miserablen Arbeitsbedingungen und forderten die Hinrichtung der Verantwortlichen. Auch aus dem Ausland wird der Ruf nach besseren Arbeitsbedingungen in diesem asiatischen Land lauter. Das Unglück zeige, so ein Sprecher des US-Außenministeriums, dass Regierung, Besitzer, Verbraucher und Arbeitnehmer gemeinsam Verantwortung übernehmen müssten.

Unser Rat an die deutschen Verbraucher: Kaufen Sie keine super-billige Bekleidung, die aus Ländern stammt, in denen Menschenrechte nachweislich missachtet werden und auf Mindeststandards hinsichtlich des Umweltschutzes aus Gründen der Profitmaximierung verzichtet wird.

Web-Redaktion: 06.05.2013

Bildquelle: HDGF Archiv


Sumpfiges Gelände

Über Steuerhinterziehung und Korruption

Immerhin – auf diese uns regierende Koalition kann man sich verlassen, denn sie verfolgt konsequent den einmal eingeschlagenen Weg: Wer seine „Geld-Schäfchen“ ins Trockene bringt, seien es Steuerhinterzieher wie Zumwinkel, Hoeneß und Zigtausend andere, seien es Abgeordnete, die korruptionsanfällig sind – sie alle genießen den Schutz der schwarz-gelben Regierung.

Zum Tatbestand der Korruption: Zwar unterzeichnete die Bundesrepublik im Jahr 2003 zusammen mit 165 anderen Staaten die UN-Antikorruptions-Konvention, Union und FDP aber verweigern nach wie vor die Ratifizierung - mit der mehr als durchsichtigen Begründung, dies widerspreche dem Grundsatz des freien Mandats.

So versucht man zu verschleiern, dass alles unterlassen werden soll, was die hierzulande zu laxen Strafvorschriften zur Abgeordnetenbestechung verschärfen könnte!

Man fragt sich, wie viele „schwarz-gelbe Leichen“ da wohl im Keller liegen und mit wie vielen noch gerechnet wird. Es muss wohl ziemlich viel zu verbergen sein, nimmt man doch zum Beispiel in Kauf, dass man sich in der „feinen Gesellschaft“ von Saudi-Arabien, Sudan, Syrien und Nordkorea befindet – den einzigen Staaten, die ebenfalls die Ratifizierung der Konvention verweigern!

Aber es wird noch mehr in Kauf genommen: Schon 2012 klagten Chefs von 26 Dax-Konzernen - international tätigen Unternehmen - in einem Brandbrief an das Parlament, dass durch die Blockade des UN-Abkommens das Ansehen Deutschlands Schaden nehme! Kein Wunder, wenn unter den gegebenen Umständen das Vertrauen in die Integrität der deutschen Regierung weltweit leidet!

Auf dem oben geschilderten Hintergrund ist auch der Fall Hoeneß zu sehen. Sein Konzept, sich die politische Weichenstellung zunutze zu machen - Steuerhinterzieher bleiben per Selbstanzeige anonym und straffrei – ging nicht auf, und der vielerorts Hofierte steht nun als Betrüger da. Pech für ihn, gut für die Gesellschaft, dass über Steuerhinterziehung (und im Zusammenhang damit auch die laxe Haltung zur Abgeordnetenbestechung) nicht länger der Mantel des Schweigens gebreitet werden kann. Die Enttäuschungsbekundungen deutscher Politiker im Fall Hoeneß wirken angesichts des eigenen Umgangs mit beiden miteinander verwandten Themen wie blanker Hohn.

Die Opposition hat kürzlich die Gunst der Stunde genutzt und einen fraktionsübergreifenden Gruppenantrag zur Verschärfung der Korruptionsregeln eingebracht. Man darf nun auf die Reaktion von Union und FDP gespannt sein!

Nachtrag: Der Steuerbetrug des Herrn Hoeneß erhält für Tierrechtler noch dadurch besonderes Gewicht, als die von ihm betriebene Wurstfabrik zweifellos keine geringe Rolle bei seiner Gier nach Profitmaximierung spielte und mutmaßlich noch spielen wird.

Mit anderen Worten: An seinen milliardenfachen Profiten klebt das Blut unzähliger gequälter sogenannter Nutztiere. Hier liegt das eigentliche unentschuldbare Verbrechen beim Tatbestand der Steuerhinterziehung des endlich entzauberten Zeitgenossen Hoeneß! Mit der totalen Missachtung der Rechte leidensfähiger Mitlebewesen leistete er nichts weniger als einen ethischen Offenbarungseid. Man sollte ihm keine Träne nachweinen.

Web-Redaktion: 03.05.2013 / 06.05.2013


Ingrid van Bergen neues Parteimitglied

Herzlich willkommen in unseren Reihen!

Bei einer Tierschutzaktion am 21. März 2013 lernte Bettina Jung, die erste Vorsitzende des Landesverbandes Hamburg, die bekannte Schauspielerin Ingrid van Bergen kennen, die seit Jahrzehnten als Tierschützerin und Tierrechtlerin im In- und Ausland aktiv ist.

Bei dieser Aktion, bei der es um die Rettung von 15 Wegwerfwelpen ging, konnte Bettina Jung Frau van Bergen überzeugen, dass konsequenter Tierschutz und die Etablierung von Tierrechten maßgeblich durch eine politische Kraft vorangetrieben werden muss und unsere Partei sich dies zum Ziel gesetzt hat.

Nur wenige Tage später bat Ingrid van Bergen die erste Vorsitzende des Landesverbandes Hamburg um die Zusendung eines Mitgliedsantrages für unsere Partei, da sie sich von nun an auch politisch für Tierschutz und Tierrechte engagieren wolle. Wir sind stolz, den „Promi“ Ingrid van Bergen für unsere Partei gewonnen zu haben.

Wir werden die Schauspielerin und Buchautorin Ingrid van Bergen mit Sicherheit bei einem unserer kommenden Bundesparteitage in Frankfurt begrüßen können.

Web-Redaktion: 02.05.2013

Bildquelle: Angela Kraft / http://www.kraft-foto.de/


NEIN zu Stierkampf als Kulturgut

Protestieren Sie mit uns!

Stierkampf, eine widerliche Tierquälerei unter dem Deckmantel von Kunst und Kultur, gehört abgeschafft und nicht als nationales Kulturgut gesetzlich geschützt.

Mit der dringenden Bitte um Unterstützung der Kampagne unseres spanischen Kooperationspartners „La Tortura No Es Cultura“: Schreiben Sie an die spanischen Botschaften und Konsulate in Deutschland! (hier)

Web-Redaktion: 29.04.2013

Bildquelle: Marta Esteban, Präsidentin von LINTEC


Spaniens Bürger gegen die Förderung von Stierkämpfen durch öffentliche Gelder

Während das spanische Parlament darüber debattiert, den Stierkampf zum Kulturerbe zu erklären, zeigt eine von der „Humane Society International“ in Auftrag gegebene Meinungsumfrage, dass die Mehrheit der Spanier ablehnt, dass der Stierkampf mit öffentlichen Geldern gefördert wird.

Laut Umfrageergebnissen von Ipsos MORI haben drei Viertel der Bevölkerung in den letzten fünf Jahren keinen Stierkampf besucht und nur 29 Prozent der Bevölkerung unterstützt den Stierkampf.

Die Gesetzesvorlage der Stierkampflobby zum landesweiten Schutz und zur Förderung des Stierkampfs wird im Kulturausschuss debattiert, bevor dann zuerst der Senat und dann der Kongress darüber abstimmen.

Wenn dieses neue Gesetz verabschiedet wird, könnten noch mehr öffentliche Gelder bereit gestellt werden, um das blutige Spektakel zu finanzieren und zu fördern.

"Der Stierkampf ist ein grausames und veraltetes Spektakel, das keinen Platz im modernen Spanien hat", sagte Kitty Block, Vizepräsident der „Humane Society International“. Die Umfrage zeigt deutlich, dass die überwiegende Mehrheit der spanischen Bevölkerung die Grausamkeit gegenüber Stieren nicht unterstützt und keine öffentlichen Mittel in den entsetzlichen Blutsport fließen sehen möchte. „Humane Society International“ fordert Spaniens Politiker auf, den Gesetzentwurf abzulehnen, der einen zynischen Versuch darstellt, Steuergelder einzutreiben, um einer sterbenden Industrie wieder Leben einzuhauchen. Lasst uns Spaniens Kunst, Kultur und architektonische Erbe ohne Grausamkeiten feiern, und die Folter von Stieren zur Unterhaltung in die Geschichtsbücher verbannen."

Die kürzlich vom Kulturministerium veröffentlichten Zahlen zeigen, dass die Zuschauerzahlen bei Stierkämpfen auf ein Rekordtief gesunken sind. In den Jahren 2007 bis 2011 ging die Anzahl der Stierkampfveranstaltungen von 3650 auf 2290 (davon nur 590 Corridas mit bekannten Stierkämpfern und erwachsenen Stieren) zurück. Diese Zahlen dürften im Jahr 2012 durch die Rezession und das Stierkampfverbot in Katalonien noch weiter gesunken sein.

Wichtige meinungsbildende Umfrageergebnisse:

- 76 Prozent der Bevölkerung ist gegen den Einsatz öffentlicher Mittel zur Unterstützung der Stierkampf-Industrie

- Nur 29 Prozent der Bevölkerung unterstützt den Stierkampf (nur 13 % davon unterstützt den Stierkampf "stark")

- 70 Prozent der Befragten gaben an, sie hätten keinen Stierkampf in den letzten fünf Jahren besucht

- 7 Prozent der Befragten gaben an, "etwa einmal im Jahr" einen Stierkampf zu besuchen (Im Vergleich dazu: 20 Prozent haben ein Museum / Ausstellung besucht, 19 Prozent ein Theater und 12 Prozent Fußballspiele)

- 67 Prozent der Bevölkerung sind dafür, dass Kindern unter 16 Jahren nicht erlaubt sein sollte, Stierkämpfe zu besuchen.

Stierkämpfe wurden bereits in vielen Ländern verboten: Argentinien, Kanada, Kuba, Dänemark, Italien und Großbritannien. Stierkampfveranstaltungen finden immer noch in Spanien, Frankreich, Portugal, Kolumbien, Venezuela, Peru, Ecuador und Mexiko statt. Einige spanische Städte wie Calonge, Tossa de Mar, Vilamacolum und La Vajol sowie die autonome Region Katalonien haben den Stierkampf verboten.

Jedes Jahr erleiden Tausende von Stieren bei den Corridas einen langsamen und grausamen Tod; sie werden routinemäßig anhaltenden Schmerzen ausgesetzt. Zuerst durchbohren picadores (Lanzenreiter) den Stiernacken mit einer Lanze. Dann sticht ein Matador (Stiertöter) wiederholt das Tier mit Banderillas (ein verzierter Stab, an dessen Ende sich eine Stahlspitze mit Widerhaken befindet). Zuletzt sticht der Matador dem Stier mit seinem Degen (estoque) tief in den Spalt zwischen den Schulterblättern. Wenn der vollkommen erschöpfte und Blut spuckende Stier zusammenbricht, wird er mittels eines Dolchstoßes ins Genick, getötet.

Die Plattform La Tortura No Es Cultura und die spanische Tierschutzpartei PACMA glauben, dass die Regierung und die Parteien, die die Erklärung des Stierkampfs zum Kulturgut („Bien de Interés Cultural“) unterstützen, sich damit gegen die Forderungen der spanischen Gesellschaft wenden, in der eine wachsende Ablehnung aufgrund erhöhter Sensibilität gegenüber der Behandlung von Tieren in Spanien auszumachen ist.

Web-Redaktion: 29.04.2013


Na, darauf haben wir doch gewartet…

Gastronomie: Geschäftslücke wird „sinnvoll“ ausgefüllt

Laut heutiger Kurznachrichten in der Tageszeitung hat eine Fleischerei aus Niederösterreich eine Geschäftslücke für sich entdeckt.

Man kommt beim Lesen aus dem Staunen nicht mehr heraus: Die Fleischerei bietet Torten aus Wurst an. Oh, wie lecker!

Endlich mal eine „sinnvolle“ Geschäftsidee, wie wir finden. Denn „gesundes“ Fleisch von toten Tieren sollte man noch viel mehr schmackhaft verarbeitet unter die Leute bringen. Schließlich sollte man zu keiner Mahlzeit auf Wurst und Fleisch verzichten müssen.

Die Kunden haben wieder die Qual der Wahl; bestellen kann man:

„Leberkäse-Gugelhupf“ und „Linzer-Fleisch-Torte“.

Zur Hochzeit oder zur Geburt eines Kindes gibt es Verzierungen. Super, denn das Neugeborene sollte doch schon frühzeitig auf Düfte von „Wurst- und Fleisch“ konditioniert werden.

Verliebte können einen „Würstel-Strauß“ verschenken. Ach wie rührend, ich hab Dich zum Fressen gern…

Und das Beste ist, dass man in der Fleischerei auch an Vegetarier denkt: Die Wursttorte um 25 Euro wird auch aus Gemüse und Käse hergestellt. Ist doch auch super, wenn Vegetarier mit gutem Gewissen beim Fleischer einkaufen können, oder?

Na, darauf haben wir doch gewartet. Kaffee und Wursttorte, Mahlzeit!

Web-Redaktion: 26.04.2013


TV-Tipp: 2. Beitrag über Tierversuche
in "Hund-Katze-Maus"

Samstag, den 27. April 2013, um 18:00 Uhr, VOX






Der 1. Teil des Berichts mit dem Themenschwerpunkt Tierversuche kann (hier) angeschaut werden.

Im 2. Teil kommen die Ärzte gegen Tierversuche zu Wort: Samstag, 27.04.2013 um 18 Uhr auf VOX.

Web-Redaktion: 26.04.2013 / Quelle: Newsletter von Ärzte gegen Tierversuche / 25.04.2013

Bildquelle: Lobby pro Tier, mit freundlicher Genehmigung durch Bettina Jung


Versuchstier des Jahres 2013: Der Beagle

Seine Eigenschaften werden ihm zum Verhängnis

Ein Beagle ist klein und leicht. Er hat kurzes Fell und er frisst gern, vor allem aber ist er freundlich, duldsam und robust. Das macht ihn zum besonders beliebten Kandidaten für Tierversuche. Knapp 2.500 Beagle pro Jahr wurden jüngst in Deutschland zu Versuchszwecken vergiftet, infiziert, operiert und seziert. (Mehr)

Web-Redaktion: 25.04.2013 / Quelle: SWR: 24. April: Tag des Versuchstiers

Foto: Ärzte gegen Tierversuche e.V.


Drei-millionenfach Angst, Schmerz, Leiden und Tod

24. April “Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche“

Jedes Jahr wird am 24. April weltweit auf das Leiden der Tiere in den Versuchslaboren aufmerksam gemacht. Der Gedenk- und Aktionstag wurde erstmals 1979 in Großbritannien begangen und geht auf den Geburtstag von Lord Hugh Dowding zurück, der sich im Britischen Oberhaus für den Tierschutz einsetzte.

Der ursprünglich im deutschsprachigen Raum verwendete Bezeichnung „Tag des Versuchstiers“ suggerierte, Tierversuche gehörten wie selbstverständlich zum Leben dazu. Versuchstieren könne man lediglich mitleidsvoll gedenken. In der Vergangenheit kam es auch immer wieder vor, dass sich Experimentatoren den „Tag des Versuchstiers“ zunutze machten, um die angebliche Notwendigkeit der Versuche „zum Wohle des Menschen“ zu propagieren.

Im Jahr 2007 wurde u.a. auch auf Betreiben der Partei Mensch Umwelt Tierschutz eine Umbenennung beschlossen. “Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche“ drückt unmissverständlich aus, dass Tierversuche ethisch verwerflich und wissenschaftlich nicht zu rechtfertigen sind. Tierversuche gehören abgeschafft!

Knapp drei Millionen Tiere wurden im Jahr 2011 in deutschen Labors getötet, 55.000 mehr als im Vorjahr. Für das Jahr 2012 liegen noch keine Zahlen vor; leider ist aber zu erwarten, dass es zu einem weiteren Anstieg gekommen ist. Wie auch in den vergangenen Jahren haben die zuständigen Bundesministerien (Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner und Bildung und Forschung, Annette Schavan) sich nicht für eine Reduktion von Tierversuchen stark gemacht, sondern sich mit der Tierversuchslobby verbündet.

Rund 70 Prozent der Tiere sind Mäuse, 14 Prozent Ratten. Aber auch etwa 200.000 Fische, 106.000 Vögel, 87.700 Kaninchen, 15.800 Schweine, 2.474 Hunde, 1.796 Affen und 585 Katzen wurden Opfer der Wissenschaft. Ein Anstieg ist vor allem bei den Mäusen und Fischen zu verzeichnen.

Eine Ursache der unaufhörlichen Zunahme ist im Bereich der Gentechnik zu suchen. Der Anteil der genmanipulierten Tiere macht inzwischen 25 Prozent aus. Gegenüber dem Vorjahr wurden 2011 fast 9.000 transgene Tiere mehr, insgesamt 731.678, verwendet.

Hauptsächlich werden Mäuse für diesen Forschungszweig herangezogen. In ihrem Erbgut werden Gene an- und abgeschaltet, angeblich, um menschlichen Krankheiten auf die Spur zu kommen. „Die meisten Krankheiten des Menschen sind aber nicht genetisch bedingt, sondern großenteils durch unsere Lebensweise wie Rauchen, fleischreiche Ernährung, Stress und Bewegungsmangel beeinflusst“, erklärt Dr. med. vet. Corina Gericke, Vizevorsitzende der Ärzte gegen Tierversuche.

Über eine Million Tiere (35%) mussten für die Grundlagenforschung ihr Leben lassen. In diesem Bereich werden seit Jahren die meisten Tiere, vor allem genmanipulierte, „verbraucht“. Auf die Arzneimittelentwicklung entfielen 16% und auf Giftigkeitsprüfungen 6%.

„Der Verein Ärzte gegen Tierversuche hält das erneute Hoch der Tierversuchszahlen für eine fatale Fehlentwicklung und ein Armutszeugnis für Wissenschaft und Politik. Der Verein fordert ein gesetzliches Verbot von Tierversuchen, da auf eine Einsicht und Selbstbeschränkung der Forschung nicht zu hoffen ist, wie die aktuellen Statistiken belegen.“

Diesen Aussagen schließt sich die Partei Mensch Umwelt Tierschutz in vollem Umfang an.

Um auf das Leid der Versuchstiere aufmerksam zu machen, hat der Landesverband Bayern unserer Partei am 24.04.2013 auf dem Münchener Marienplatz einen Info-Stand organisiert.

Web-Redaktion: 24.04.2013 / Quelle: Ärzte gegen Tierversuche 2012, Albert-Schweitzer-Stiftung 2012

Foto: Ärzte gegen Tierversuche e.V.


TV-Tipp: "Monsanto, mit Gift und Genen"

Dienstag, den 23.04.2013 / 14:15 Uhr / ARTE

Wiederholung am Mittwoch, den 24. April 2013, um 09.30 Uhr

Der Dokumentarfilm erkundet das Reich des US-amerikanischen Konzerns "Monsanto Chemical Works", dem weltweiten Marktführer für Biotechnologie. Dem Engagement auf diesem Gebiet verdankt "Monsanto" auch, dass es zum umstrittensten Unternehmen des modernen Industriezeitalters wurde, stellte es doch das im Vietnamkrieg zu trauriger Berühmtheit gelangte Herbizid "Agent Orange" her. Heute sind 90 Prozent der angebauten gentechnisch veränderten Organismen "Monsanto"-Patente. Diesen Umstand halten viele für bedenklich. (Mehr)

Web-Redaktion: 23.04.2013

Foto: pixelio.de


Demonstration in Madrid am 11. Mai 2013 - Für eine Erziehung ohne Grausamkeit

Was denkst du, welche Erziehung zu einer weniger gewalttätigen Welt beitragen wird?

Am 11. Mai 2013 findet in Madrid vor den Toren der Stierkampfarena Las Ventas eine Demonstration statt. Organisator ist die spanische Plattform für die Abschaffung der Stierkämpfe La Tortura No Es Cultura (hier). Die spanische Regierung will den Stierkampf zum Kulturerbe erklären und somit schützen. Stierkampf soll an Schulen und Universitäten unterrichtet werden, um den Kindern und Jugendlichen zu lehren, die Folter eines Lebewesens zu lieben. Eine neue Generation von Stierkampffans soll geschaffen werden.

Geplant ist eine Veranstaltung für Kinder und Erwachsene mit einem bunten Kulturprogramm.

Der Stierkampf in Spanien befindet sich in einer tiefen Krise, mehr und mehr Proteste, weniger Zuschauer, Jahr für Jahr finden weniger Stierkämpfe und weniger Volksfeste mit Stieren statt, Meinungsumfragen belegen, dass sich immer weniger Menschen für den Stierkampf interessieren. Der künstlich am Leben gehaltene Stierkampf ist dem Untergang geweiht.

Umso erbitterter versucht die Stierkampflobby dagegen anzukämpfen, mit allen Mitteln. Kinder und Jugendliche, ganze Schulklassen, werden in Stierkampfarenen eingeladen, um ihnen das Foltern von Stieren als erhaltenswertes Kulturgut zu verkaufen.

Eintrittskarten werden zu Schleuderpreisen unter die Leute gebracht um die leeren Ränge zu füllen. Die konservative Volkspartei Partido Popular will das blutige Spektakel sogar zum "Bien Interes Cultural", zum Kulturgut erklären und somit per Gesetz schützen lassen. Mit diesem Schritt will die Stierkampflobby auch regionale Stierkampfverbote aufheben, wie zum Beispiel das seit 2012 geltende Stierkampfverbot in Katalonien, welches der Volksinitiative "Prou" zu verdanken ist.

Diese sogenannte Iniciativa Legislativa Popular, kurz ILP, namens “Prou” (“Es reicht”) sammelte 180.000 Unterschriften unter 7 Millionen Bürgern Kataloniens, mehr als dreimal soviel wie für das Volksbegehren nötig gewesen wären.

Die Stierkampflobby hat jedoch die beschämende Niederlage nicht hingenommen und eine eigene ILP ins Leben gerufen. Am 22. März überreichten die führenden Köpfe der Federación de Entidades Taurinas, 587 000 Unterschriften, gesammelt in ganz Spanien (45 Millionen) mit der Forderung den Stierkampf zum Kulturgut zu erklären und somit das Stierkampfverbot zu kippen. Auch gibt es einige Unregelmäßigkeiten beim Ablauf der Stierkampf ILP, das Verfahren vor dem Obersten Gerichtshof ist noch offen.

Sollte die Volkspartei PP der ILP zustimmen, käme dies laut der Plattform La Tortura No Es Cultura der Bestechung nah, man ist der Auffassung, dass die PP, der Stierkampflobby unterworfen ist, da einflussreiche spanische Geschäftsleute Fans der „Fiestas“ sind und große Kampfstierzuchten besitzen, unter ihnen wichtige Spender der Partei.

Das Ziel der Volksinitative der Stierkampflobby ist, den Stierkampf zu fördern und zu schützen, Rechtsforschriften für an Kinder gerichtetes Bildungsmaterial auszuarbeiten, um die Stierkampfkultur an Schulen und Universitäten einzuführen und darauf zu drängen, die Tauromachie (Stierkampf) als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit durch die UNESCO, erklären zu lassen.

“Die UNESCO, welche die menschliche Entwicklung durch Kultur, Bildung und Wissenschaft fördert, wird eine Aktivität, die durch ihre Gewalt und ihre Misshandlung, in vielen Teilen der Welt ist als Verbrechen angesehen wird, niemals zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklären." – erläutert Ruth Toledano, Chronistin von Villa Madrid, Kolumnistin und aktive Verteidigerin der Tiere. „Zumal die ILP auch Volksfeste wie den Toro de la Vega, außerhalb unserer Grenzen einstimmig verurteilt, zum Kulturgut erklären würde.”

Begründet wird diese Gesetzesinitiative mit dem Argument, dass die Stierkämpfe und Volksfeste mit Stieren Teil der spanischen Kultur und des historischen Erbes aller Spanier seien. Auch wird mit dem Verlust von Arbeitsplätzen argumentiert, dabei sind die meisten Beschäftigten in der Branche Saisonarbeiter, die Großverdiener der Branche sind reiche Adelsfamilien.

Unterstützt wird das Anliegen von Regierungschef Mariano Rajoy, der sein Wahlkampfversprechen, alles Menschenmögliche zu unternehmen, damit es in Spanien weiterhin Stierkämpfe gibt, erfüllte. Ihm ist es auch zu verdanken, dass Spaniens öffentlich rechtliches Fernsehen Stierkämpfe wieder live überträgt. Die Corridas finden nachmittags statt, also dann, wenn auch die Kinder vor dem Fernseher sitzen. Grausamkeit in der Kinderstunde.

Künstlich am Leben erhalten wird die Stierkampfindustrie durch Subventionen in Millionenhöhe, vom spanischen Staat und auch indirekt über die Europäische Union. Ein Skandal, wenn man bedenkt, wie sehr die spanische Bevölkerung unter der Wirtschaftskrise leidet. Zwangsräumungen sind an der Tagesordnung, illegale Einwanderer werden nicht mehr kostenlos behandelt, viele von ihnen leiden an Tuberkulose, ist ist nur eine Frage der Zeit, bis diese sich in ganz Spanien und nicht nur dort, ausbreitet. Todkranke warten oft vergeblich auf einen lebensrettenden Operationstermin und bezahlen die Wartezeit mit ihrem Tod.

Stierkampf im 21. Jahrhundert ist Folter und keine erhaltenswerte Kultur. Kinder zur Grausamkeit gegenüber Tieren zu erziehen, widerspricht dem gesunden Menschenverstand. Den Stierkampf als Kulturerbe zu betrachten, zu oder sogar zum Weltkulturerbe erklären zu wollen, widerspricht den allgemein anerkannten moralischen Prinzipien der zivilisierten Welt.

Bitte helfen Sie mit, damit die Veranstaltung ein voller Erfolg wird. Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz ist offizielles Mitglied der spanischen Plattform zur Abschaffung der Stierkämpfe „La Tortura No Es cultura“.

Es muss noch Material, T-Shirts etc, für verschiedene Aktivitäten mit Kindern gekauft werden und die Veranstalter sind sehr knapp bei Kasse. Auch soll über Zeitungen für das Event geworben werden. Schon der kleinste Betrag hilft.

Anbei die Bankverbindung:

ASOC PLATAFORMA ESTRATEGIA ANIMALISTA
IBAN: ES67 2100 5526 5921 0012 2581
BIC: CAIXESBBXXX

Martina Szyszka, Beisitzerin im Bundesvorstand und Leiterin des BAK Europäischer Tierschutz

Web-Redaktion: 22.04.2013


Zugvogelmord an Ägyptens Küste

Millionen getötete Vögel jedes Jahr – Gefahr für die Bestände in Europa

Laut NABU erstreckt sich die größte Vogelfanganlage der Welt über 700 Kilometer von der Grenze zu Libyen im Westen bis zum Gaza-Streifen im Osten. Jedes Jahr verfangen sich Millionen europäische Zugvögel in der fast lückenlosen Kette von Fangnetzen, um später als Delikatesse verspeist zu werden. (Hier lesen + Petition unterzeichnen)

Web-Redaktion: 22.04.2013 / Quelle: NABU


Olympiavorbereitung in Sotschi

Tiermord für sportliche Wettkämpfe nicht mit uns!

Laut Freie Presse vom 18.04.2013 wollen die Behörden des russischen Schwarzmeerortes Sotschi vor den olympischen Winterspielen 2014 mehr als 2000 herrenlose Hunde und Katzen töten lassen. Eine Ausschreibung im Wert von umgerechnet etwa 42.500 Euro sieht "Fang, Auswahl und Beseitigung" der Straßentiere vor. "Wir haben eine Verpflichtung gegenüber der internationalen Gemeinschaft", sagte der regionale Parlamentsabgeordnete Sergej Kriwonossow.

Die Entscheidung und das Vorgehen der russischen Behörden erinnert mit Grauen an das Massaker an tausenden von Hunden und Katzen in der Ukraine, die vor der Fußball-Europameisterschaft 2012 in der Ukraine umgebracht wurden. Nicht mit uns! Bitte unterzeichnen Sie mit uns die Petition von RespekTiere! (Hier unterschreiben)

Web-Redaktion: 18.04.2013


Anschlag auf Marathon in Boston

Es sollte ein guter Tag werden, aber es kam alles ganz anders

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz verurteilt aufs Schärfste die Bombenanschläge auf den Bosten-Marathon; unser Mitgefühl gilt allen Beteiligten.

Es ist für uns unfassbar, wie ein so friedliches Miteinander bei der traditionsreichen sportlichen Laufveranstaltung auf solch schreckliche Art und Weise enden musste.

Nach Presseangaben wurden bei der Explosion am Montagabend drei Menschen getötet und 176 verletzt. Der Zustand von 17 Menschen sei kritisch. Unter den drei Toten ist ein achtjähriges Kind.

Bisher gibt es noch keine Spur zu den Tätern und das Motiv ist unklar. Wir hoffen, dass die amerikanischen Behörden möglichst schnell die Täter fassen und entsprechende Maßnahmen einleiten werden.

Web-Redaktion: 17.04.2013


Frühjahr: Vögel brauchen unsere Hilfe

Und was bei der Gartengestaltung beachtet werden sollte

Es ist Frühling und die Brutzeit beginnt. Bald werden die ersten Jungvögel unterwegs sein. Nicht alle von ihnen werden überleben, weil Raubvögel wie Sperber, Eichelhäher und Elster ihrem Naturtrieb folgend Nester und Nistlinge bedrohen und schädigen. Auch Katzen werden der jungen Vogelgeneration wieder zusetzen. Vogelliebhaber und Katzenfreunde können aber einiges tun, um die Situation zu entschärfen. (Hier lesen)

Weitere Tipps gibt der NABU Niedersachsen, was man jetzt noch für Vögel im eigenen Garten tun kann. (Jetzt noch Nisthilfen aufhängen - hier lesen)

Web-Redaktion: 16.04.2013 / Quelle: Deutschlandfunk vom 12.04.2013 und NABU Niedersachsen

Foto: HDGF Archiv


STELLUNGNAHME

Stellungnahme des Bundesvorstandes der Partei Mensch Umwelt Tierschutz zu einer E-Mail mit ausländerfeindlichem Inhalt, die von dem Vorsitzenden des Landesverbandes Thüringen, Herrn Harald von Fehr, über seinen E-Mail-Verteiler am 30. März 2013 weitergeleitet wurde. Herr von Fehr erhielt diese E-Mail als Weiterleitung von einem uns unbekannten Absender; auch die ursprüngliche Absenderin und Verfasserin des ausländerfeindlichen Textes ist uns nicht näher bekannt.

Verständlicherweise hat die Weiterleitung besagter E-Mail durch Herrn Harald von Fehr sowohl außerhalb als auch innerhalb der Partei zu einer Welle der Entrüstung und zu starken Irritationen geführt.

Der Bundesvorstand der Partei Mensch Umwelt Tierschutz distanziert sich hiermit in aller Deutlichkeit von dem ausländerfeindlichen Inhalt dieser E-Mail und verurteilt deren Weiterleitung durch Herrn von Fehr aufs Schärfste, da wir in keiner Weise die Diskriminierung von Menschen bestimmter ethnischer oder religiöser Herkunft und rechtsradikales, fremdenfeindliches oder rassistisches Gedankengut tolerieren.

In unserer Parteisatzung weisen wir darauf hin, dass wir Ausgrenzung und Diskriminierung von Menschen ablehnen und uns für die Gleichstellung aller Mitbürgerinnen und Mitbürger in Deutschland einsetzen.

Bundessatzung § 2.3: Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz setzt sich bewusst für soziale Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft ein. Sie will den Sozialabbau, die Ausgrenzung bzw. Diskriminierung von Menschen verhindern und stattdessen die Voraussetzungen für faire Chancen und die Gleichstellung für alle Mitbürger schaffen.

Vor allem mit unserem Grundsatzprogramm machen wir deutlich, dass für uns an erster Stelle ein friedliches Miteinander aller Menschen - im Einklang mit unserer Umwelt und den Tieren - steht.

Der Bundesvorstand wird den Vorsitzenden des Landesverbandes Thüringen zu einer Stellungnahme auffordern und danach angemessene Maßnahmen in die Wege leiten.

12. April 2013, Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Der Bundesvorstand

Web-Redaktion: 13.04.2013


Wühltischwelpen - nein danke!

Nein zum Handel – Ja zum Tierschutz

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz möchte auf diese Initiative hinweisen, weil auch wir als Partei „Nein zum Welpenhandel“ sagen!

Im Jahr 2010 hat TASSO zusammen mit dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) die Arbeitsgemeinschaft "Welpenhandel" gegründet. Jetzt wird die AG tatkräftig unterstützt: vom Hundemagazin Dog, dem Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt), von VIER PFOTEN und der Gesellschaft für Tierverhaltensmedizin und -therapie (GTVMT) sowie der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT).

Diese Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, die breite Öffentlichkeit und die Politik auf das zunehmende Problem des Welpenhandels aufmerksam zu machen, um das Leiden der Hundewelpen zu beenden. Auf der neu gegründeten Internetplattform der Arbeitsgemeinschaft (www.wuehltischwelpen.de) findet jeder Interessierte eine umfassende Checkliste für den Welpenkauf und alles zu den Hintergründen dieses dunklen Geschäftes.

Web-Redaktion: 12.04.2013 / Quelle: Tasso-Newsletter vom 11.04.2013 / Logo: Wühltischwelpen.de


Andreas Zemke, Beisitzer im BUVO u. Vorsitzender im LV Bremen unserer Partei im Interview

Weserkurier vom 07.04.2013



Web-Redaktion: 11.04.2013


Hinweis: Titelthema des GEO-Magazins Nr. 04/13 ist den Tieren gewidmet

Der Mensch und das Tier: Das Leben der "anderen"

Die einen lieben, die anderen quälen wir: Vielen Menschen ist nur das Beste recht für ihr Haustier, und dafür geben sie Millionen Euro aus. Auf der anderen Seite sperren wir Menschenaffen ein und mästen Schweine unter unwürdigen Bedingungen. Welchen Wert haben unsere Mitgeschöpfe für uns? Welchen Umgang sind wir ihnen schuldig? Eine Diskussion, die in die Frage mündet: Wie ähnlich sind sich Mensch und Tier? Zwei Geschichten für eine Orientierung auf heiklem Terrain. (hier)

Web-Redaktion: 10.04.2013 / Quelle: GEO


Auf zur Demo!

2. Demonstration für die misshandelten Windhunde Spaniens in Straßburg am 8. Juni 2013

Der Bundesarbeitskreis "Internationaler Tierschutz" der Partei Mensch Umwelt Tierschutz, geleitet von Martina Szyszka, Beisitzerin im Bundesvorstand, unterstützt die Demonstration gegen die Misshandlung der Galgos; Vertreter aus unserer Partei werden an der Demonstration teilnehmen.

Bitte kommt zahlreich! Vor allem auch Tierschutzorganisationen, die Galgos vermitteln, sollten anwesend sein. Hier besteht die Möglichkeit, auch politisch ein Zeichen zu setzen! Selbstverständlich gerne auch mit Transparenten und Vereinslogo. (hier weiter lesen)

Web-Redaktion: 08.04.2013


PM vom LV Bremen der Partei Mensch Umwelt Tierschutz

2. Rock for animal rights am 28. und 29.06.2013

Am 28. und 29.06.2013 ist es wieder soweit. Das zweite „rock for animal rights“ Open Air Festival zugunsten des Tierrechtsbund Aktiv e.V. findet statt. Von Soul über Reggae, Rock bis zu Heavy Metal bietet das Festival für jeden Geschmack etwas. 18 Bands rocken für den guten Zweck.

Der Erlös des Festivals kommt dem Ausbau des Tierrechtszentrums in Sandstedt-Offenwarden zu Gute, wo es auch stattfindet. Das Tierrechtszentrum soll eine Geburtsstätte neuer Ideen im Bereich Tierrecht und Umweltschutz werden, ein Art Thinktank, wo verschiedene Organisationen neue Konzepte und Kampagnen entwickeln.

Wer will kann reichlich Infos zum Tier- und Umweltschutz bekommen. Selbstverständlich wird auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Für einen den in der heutigen Zeit unglaublichen Eintrittspreis von 10,- €/Tag, bzw. 20,- € für das Festivalticket könnt ihr dabei sein. Ein großer Zeltplatz sowie ausreichend Parkplätze befinden sich gleich neben dem Festivalgelände.

Doors Open ist am Freitag um 13:00 Uhr und um 15:00 Uhr startet die erste Band. Samstag geht es jeweils zwei Stunden früher los.

Weitere Infos (hier)

Web-Redaktion: 08.04.2013



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